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So., 05. April 2015, 00:07 Uhr
Beim 0: 0 gegen den SV Elversberg II ließ man am Samstagnachmittag drei Riesen-Torchancen ungenutzt
Die TSG Pfeddersheim könnte an der Oberliga-Spitze stehen
Yannick Krist hatte bereits in der Anfangsphase eine vielversprechende Gelegenheit für ein Tor, konnte aber im letzten Moment noch abgeblockt werden. Foto: Felix Diehl
VON KLAUS DIEHL „Nach dem Ende der Englischen Woche werden wir sehen wo wir stehen“, so TSG-Coach Norbert Hess. Und wo stehen sie?
Nach der sehr unglückliche 0:1-Heimniederlage gegen Schott Mainz, dem hoch verdienten 2:0-Sieg beim FSV Salmrohr, und dem torloses Remis gegen SV Elversberg II, stehen sie genau dort, wo sie vor der Englischen Woche standen. Nämlich auf dem 3. Tabellenplatz mit zwei Zählern Rückstand auf den Tabellenzweiten SV Saar 05 Saarbrücken und deren vier hinter dem Tabellenführer SC Hauenstein.
Mit anderen Worten: In den restlichen 8 Spielen kann noch viel passierten, wobei die beiden führenden Teams von Glück sagen können, dass Pfeddersheim einfach zu viele 100-prozentige Torchancen liegen ließ. Waren es beim 0:1 gegen Schott Mainz deren fünf, so ließ man gegen die weitaus stärkere Reserve aus Elversberg, drei sogenannte „Hunderter“ liegen.
Das kostete insgesamt fünf Punkte und wer rechnen kann, der merkt, dass die Hess-Truppe damit Tabellenführer wäre. Doch alle wenn und aber nutzen nichts, was zählt ist die Realität. Doch noch ist nichts verloren, was zumindest den zweiten Platz betrifft, der zu Relegationsspielen um den Aufstieg in die Regionalliga berechtigt. Was die erhaltenen Gegentore betrifft, so liegt Pfeddersheim auch an dritter Stelle mit deutlichem Abstand gegenüber den nachfolgenden Mannschaften. Doch leider sieht es mit den erzielten Toren nicht ganz so gut aus und das ist das Problem der TSG-Angreifer.
Elversberg selten so stark
Die Mannschaft zeigte auch gegen eine selten so stark und kompakt sich präsentierende Reserve des Regionalligisten im Uwe-Becker-Stadion sehr sicher.
In der Offensive ließen sie dem Gast so gut wie kein Durchkommen. Erst in der 57. Minute musste TSG-Keeper Thorsten Müller erstmals eingreifen, wobei bis dahin die Gastgeber aber hätten führen können, ja müssen. War es in der 5. Minute „Dauerläufer“ Yannick Krist, der gerade noch über links abgeblockt wurde, so wurde in der 12. Minute der zu enteilend drohende Sebastian Kaster im letzten Moment von den Füßen geholt.
Glück für den Elversberger Sünder, dass er nur den „Gelben“ Karton sah. In der 33. Minute aber das bis dahin dickste Osterei , als Sebastian Schulz nach einem Pass genau in die Schnittstelle alleine auf das Gästetor zulief, aber wohl etwas überhastet aus seiner Sicht knapp am oberen rechten Eck vorbei zielte. Nach Wiederanpfiff blieb es weiter ein sehr intensives und kampfbetontes Spiel, wobei Mathias Tillschneider Pech hatte, als sein Kopfball nach Freistoß von Tobias Klotz, vom Gäste-Torhüter Marco Curcio gerade noch über die Latte gelenkt wurde.
Gute Chancen ausgelassen
Die TSG-Anhänger hatten in der 70. Minute den Torschrei schon auf den Lippen als Kevin Gotel, der selbst hätte vielleicht schießen können, zumal der Torhüter ausgespielt schien, auf Sebastian Kaster quer spielte und in dessen Flachschuss sich ein Elversberger gerade noch hinein werfen konnte. Da hatte man den Ball schon im Netz gesehen und hätte Kaster zumindest halbhoch gezielt, so wären es am Ende drei statt nur einen Punkt gewesen.
„Wir haben so gut wie nichts zugelassen, größtenteils auch das Spiel bestimmt, aber die Torchancen nicht genutzt“, so TSG-Coach Norbert Hess, dem man nicht wiedersprechen konnte. Recht hatte er aber auch, dass der wahrlich „Nicht-Heimschiedsrichter“ ein klares Foul an Mathias Tillschneider im Elversberger Strafraum nicht gab. Den Knall, mit dem der Spieler am Fuß in aussichtsreicher Position getroffen wurde, hat man bestimmt bis nach Horchheim gehört, wo der Mathias ja Zuhause ist.
Für die TSG Pfeddersheim spielten: Thorsten Müller (Tor), Robin Schittenhelm, Steffen Litzel, Mathias Tillschneider, Christopher Ludwig, Tobias Klotz, Tobias Bräuner, Yannick Krist, Sebastian Kaster, Kevin Gotel. Sebastian Schulz (68. Enes Aztekin).