OBERLIGA: Pfeddersheim verliert Heimspiel gegen den FC Bitburg mit 2:3 Toren
Die TSG und ihre Defensive
Luca Graciotti knallt den Ball zum Anschlusstreffer in den Kasten. Vom Vorarbeiter Reda Chkifa(li) bekommt er schreiend, die nötige Unterstützung. Foto: Felix Diehl
Von Marcus Diehl › Es hätte der nächste Heimsieg werden sollen und eine Wiedergutmachung für das verlorene Spiel am Mittwoch in Ludwigshafen. Es wurde nichts daraus. Am Ende stand die nächste Saisonniederlage an der Anzeigetafel. Wiederum eine sehr bittere Niederlage. Die Gäste waren jetzt nicht die Übermannschaft. Sie bekamen das Toreschießen zu leicht gemacht. Die TSG kann nicht so viel Tore erzielen, wie sie hinten kassieren. Zwanzig erzielte Saisontreffer können sich eigentlich sehen lassen. Damit steht die TSG im vorderen Mittelfeld der Oberliga. Im Gegensatz stehen 34 Gegentreffer. Das sind einfach viel zu viele. Wie kann diese Schwäche abgestellt werden? Zu viele individuelle Fehler in fast allen bisherigen Saisonspielen führten zu einfachen Toren. Das war gegen Bitburg auch wieder der Fall. „Die Jungs waren motiviert, sie wollten eine Reaktion zeigen. Bei der Einstellung kann ich keinen einen Vorwurf machen“ war sich Trainer Mario Cuc sicher.
Viele Fouls in erster Spielhäfte
Die erste Hälfte fand ohne große Höhepunkte statt. Viele Fouls auf beiden Seiten haben keinen Spielfluss aufkommen lassen. War alles sehr zerfahren. Ein torloses Unentschieden der schlechteren Art. Zu Beginn der zweiten Hälfte kam eine andere TSG aus der Kabine. Unbedingt wollten sie dieses Spiel für sich entscheiden. „Es muss jeden klar sein, auch den Fans. Es ist für uns jedes Spiel eine Herausforderung, um es zu gewinnen, egal welchen Tabellenstand der Gegner besitzt. Wenn wir eine große Mentalität an den Tag legen, können wir dann sogar gegen Teams aus der oberen Tabellendrittel bestehen“, ist Trainer Mario Cuc sicher, dass der Knoten irgendwann gelöst werden kann. Um die notwendigen Prozente aus dem Team heraus zu kitzeln, braucht das Team auch die Fans dazu.
Pech beim Abschluss
Wie so oft beim Sport kam in der 50. Minute die Frage auf: Wie wäre das Spiel gelaufen, wenn die TSG in Führung geht? Über die Torlatte geht der Schuss von Ryoji Matsumura. Es hätte die Führung sein müssen. Oder kurz davor, Belel Meslem. Mit mehr Selbstvertrauen hätte er das Ding direkt genommen, so versprang seine Ballannahme. Aber die Gäste hatten auch eine gefährliche Szene im Pfeddersheimer Strafraum. Ein verunglückter Heber von Kevin Fuchs sprang auf die Latte.
Tore wie am Fließband
„Wir hatten einige vielversprechende Situationen, wo wir den Ball hätten schneller laufen lassen müssen. So wurden wir in die Zweikämpfe gezwungen, hatten dadurch den Ballverlust und ein schlechtes Umschaltspiel in die Defensive zurück“, sprach Trainer Mario Cuc. So ist der erste Treffer gefallen. Auf einmal war Pascal Schmidt alleine gegen Simon Floss. Im Abwehrverhalten etwas zögerlich und Torhüter Sören Pätzold auf dem falschen Fuß erwischt. Führung für die Gäste. Ein Treffer hatte sich zu diesem Zeitpunkt nicht angedeutet.
Vier Minuten danach der nächste Nackenschlag. Eckball für die Gäste und im Kollektiv hat die TSG Abwehr ein zögerliches Verhalten an den Tag gelegt und schon steht es 0:2 durch Jannik Faldey. Die TSG schlug durch Luca Graciotti postwendend zurück. Der eingewechselte Reda Chkifa scheiterte im ersten Versuch und der Nachschuss verwandelte Graciotti zum Anschlusstreffer. Weitere gute Gelegenheiten wurden fast leichtsinnig verspielt. Entweder war der Pass zu ungenau oder es wurde der falsche Laufweg gewählt.
Strafstoß verwandelt
Nur kurz vor dem Ende verwandelte Fabio Schmidt einen Foulelfmeter, nachdem Luca Graciotti im Strafraum das Gästegeschenk dankbar angenommen hat. Die Spannung kam in den letzten Minuten noch einmal zurück. Der Ausgleich ist nicht mehr gefallen.
Klassenerhalt nur als Einheit möglich
Eine weitere vermeidbare Niederlage der TSG steht zu Buche. Das Team hatte einen großen Willen gezeigt. Das kann dem Team nicht abgesprochen werden. Nur an der Umsetzung hapert es momentan. Trainer Mario Cuc: „Die machen aus 4-5 Abschlüsse, drei Tore. Diese Tore hätten wir gemeinsam verhindern können. Wir müssen alle noch enger zusammenrücken. Die Mannschaft mit dem Verein und den Fans zusammen. Das Team braucht die Unterstützung der Fans. Nur wenn wir als eine ganze und geschlossene Einheit auftreten, können wir den Klassenerhalt stemmen.“