Fussball: TSG Pfeddersheim muss in die Abstiegsrunde / 0:2 Niederlage gegen TSV Schott Mainz
Die Überraschung blieb aus
Mit Hilfe vom gegnerischen Torhüter hatte Benjamin Himmel die Möglichkeit zum Ausgleich. Sein Schuss aus vierzig Meter Entfernung konnte gerade noch, kurz vor der Torlinie, entschärft werden. Archivfoto: Felix Diehl
Sie wehrten sich tapfer, warfen alle kämpferischen Qualitäten in das Spiel hinein, um am Ende doch mit leeren Händen da zu stehen. Was sowieso nur die kühnsten Optimisten erhofft hatten, mit einem Sieg noch einmal an die Meisterrunde anklopfen zu können, blieb unerreichbar. Mit einer 2:0 Niederlage beim Tabellenführer Schott Mainz geht die TSG Pfeddersheim nun in die Abstiegsrunde. Trainer Tobias Ehrenberg: „Für mich persönlich ist der TSV Schott Mainz der Favorit auf die Meisterschaft. Die haben eine enorme Qualität in ihrem Kader. Uns war klar, dass wir das gewisse Spielglück brauchen werden, um am Ende Punkte mitnehmen zu können. Dies war leider nicht der Fall. Die Gastgeber haben verdient gewonnen.“
Gute Torgelegenheiten für die Gastgeber
Der TSV Schott Mainz hatte über die gesamte Spielzeit viel mehr Spielanteile und auch mehrere gute Torgelegenheiten. In der ersten Hälfte hatte Sebastian Kaster eine Halbchance auf dem Fuß. Sonst agierte der Favorit nach Belieben. Doch die TSG Abwehr warf sich in jeden Schuss, blockte dadurch mehrere gute Gelegenheiten. Umso unglücklicher die Führung der Gastgeber. Kurz vor der Halbzeit wurde das Abwehrbollwerk erst geknackt und das noch mit Hilfe der TSG-Defensive. Nach einem langen Pass gab der Mainzer Silas Schwarz das Spielgerät nicht verloren und setzte Nils Gans unter Druck. Dieser verlor den Ball, Schwarz hatte freie Bahn und vollendete ins lange Eck. Das Remis hätte der TSG zur Pause sicher gut getan. „Allein wegen unserem großen Kampf wäre ein Unentschieden zur Pause für die Moral sehr gut gewesen. Vor allem im Zentrum haben wir eine gute defensive Vorstellung gegeben. Meine Mannschaft hat sich voll reingehauen, der Wille war da und wir glaubten an das unmögliche. Wir konnten aber auch kaum für Entlastung sorgen. Langen Ballbesitz konnten wir uns nicht erarbeiten“, war Trainer Tobias Ehrenberg mit der Einstellung seiner Mannschaft zufrieden.
Entscheidung nach einer Stunde
Nach der Pause änderte sich nichts am Spielgeschehen. Doch plötzlich ergab sich für Benjamin Himmel die Gelegenheit zum Ausgleich. Schott Torhüter Tim Hansen spielte einen verunglückten Ball direkt in seine Füße. Aus ca. vierzig Meter nahm er Maß, doch Hansen machte seinen eigenen Fehler wieder gut und fischte den Ball kurz vor der Torlinie wieder herunter. Die TSG schaffte es nicht in das Umschaltspiel zu gelangen. Nach einer Stunde dann die Entscheidung. Mit dem zweiten Treffer durch Etienne Portmann war das Spiel gelaufen. Zwar kam die TSG in der restlichen Spielzeit etwas besser zurecht und konnten es offener gestalten, große Torchancen sprangen nicht mehr heraus. Am Ende stand eine verdiente Niederlage auf dem Spielberichtsbogen.
„Wollen am Sonntag gewinnen"
Jetzt gilt es für die TSG den Abstiegskampf anzunehmen. Dieser beginnt schon am Sonntag um 15.30 Uhr mit dem letzten Rundenspiel gegen die Spfr Eisbachtal. Ein wichtiges Spiel für die TSG. Mit einem Sieg wären 23 Punkte erreicht und würden als Tabellenzweiter in die Abstiegsrunde gehen. Trainer Tobias Ehrenberg: „Es ist schon Wahnsinn, das es bis acht Absteiger geben kann und dies bei zwölf Mannschaften. Wir wollen Zuhause am Sonntag gewinnen. Vielleicht ist einer von unseren drei Verletzten aus der Mittelfeld-Zentrale wieder dabei. Eisbachtal ist zwar Tabellenletzter, unterschätzen dürfen wir sie nicht. Mit einem Sieg könnten wir den Abstand etwas vergrößern. Die Moral im Team stimmt mich sehr zuversichtlich, die Liga zu halten. Wir müssen nur unsere Qualität auf den Platz bringen.“ Das Ziel für die restliche Saison hat er gleich mit angegeben: „ Acht Mannschaften hinter uns zu lassen.“