
Die Ausstellung „Die Verleugneten. Opfer des Nationalsozialismus 1933 – 1945 – heute“ erinnert an Menschen, die im Nationalsozialismus als „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ verfolgt wurden. Ihre Erfahrungen stehen im Zentrum.
Zwischen 1933 und 1945 griffen Behörden und Polizei gesellschaftliche Vorurteile auf. Sie kontrollierten, drangsalierten und beraubten Zehntausende ihrer Freiheit. Viele wurden ermordet.
Die Bundesrepublik, die DDR und Österreich verweigerten den Betroffenen eine Entschädigung. Ihre Unrechtserfahrungen wurden verleugnet.
Im Februar 2020 entschied der Deutsche Bundestag: „Niemand saß zu Recht in einem Konzentrationslager, auch die als ‚Asoziale’ und ‚Berufsverbrecher’ Verfolgten waren Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft”. Im Zuge dieses Beschlusses beauftragte das Parlament die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg mit der Erstellung einer Ausstellung. Sie stellt eines der wichtigsten erinnerungspolitischen Vorhaben des Jahrzehnts in der Bundesrepublik dar, mit Beiträgen von Bernhard Kukatzki, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung RLP und Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Waltraud Werner, Vorsitzende des Fördervereins Projekt Osthofen e.V. und Prof. Dr. Frank Nonnenmacher, Sozialwissenschaftler und Gründer von „Vevon. Verband für das Erinnern an die verleugneten Opfer des Nationalsozialismus e.V.“
Die Sonderausstellung ist vom 22. April bis zum 19. Juni in der Gedenkstätte KZ Osthofen zu sehen. Die Ausstellungseröffnung ist am Mittwoch, dem 22. April, um 18 Uhr.
Im Anschluss wird es eine Führung durch die Ausstellung und die Möglichkeit zum Gespräch mit den Kuratorinnen und Kuratoren geben.
Eine Anmeldung ist erbeten unter info@ns-dokuzentrum-rlp.de