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  • Mi., 30. Mai 2018, 09:45 Uhr
    Kleines Mädchen aus Angola kostenfrei behandelt

    Die vierjährige Florenca hofft auf Heilung im Klinikum

    Florenca (vorne) beim Malen mit Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin Carolin Schräer, Chefarzt Prof. Dr. Jochen Blum und Kinderkrankenschwester Sabine Keil (von links)

    Florenca heißt eigentlich Florenca Bendedita Cassinda Caponde und stammt aus einem angolanischen Dorf. An Rande des Dorfes stürzte sie beim Spielen mit anderen Kindern einen Abhang herab und zog sich einen schweren Knochenbruch am linken Oberschenkel nahe des Kniegelenkes zu.


    Ihr zweiter Vorname Bendedita symbolisiert eigentlich „gepriesen, gesegnet“, aber das Glück meinte es nicht gut mit der Vierjährigen. Es kam zu Eiterungen, offenen Stellen, in Angola wurde sie mehrfach operiert, aber die Ärzte sahen ihre Möglichkeiten als begrenzt an und stellten das Kind im Kinderkrankenhaus der Hauptstadt Luanda vor. Dort werden Kinder mit Knocheneiterungen von ärztlichen Mitarbeitern der Stiftung Friedensdorf e.V. untersucht und im Falle der Notwendigkeit ausgewählt, um in Deutschland mittels moderner Technik geheilt zu werden. Eine fortschreitende Knocheneiterung endet meist unbehandelt mit einem frühen Tod für diese Kinder.


    Auf diesem Weg kam nun Florenca Anfang Mai 2018 nach Worms und wird dort in einem interdisziplinären Team aus Unfallchirurgen, Kinderärzten und Pflegekräften versorgt. Der Chefarzt des Zentrums für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie des Klinikums, Prof. Dr. Jochen Blum, hat bereits die entscheidenden Operationen durchgeführt und es zeichnet sich schon jetzt ab, dass das Kind mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit geheilt wird. Inzwischen darf es auch schon wieder laufen, weitere Krankengymnastik und auch eine Schuherhöhung sind notwendig und wenn die Wunden weiterhin gut heilen, wird das Kind bald im Friedensdorf in Oberhausen mit anderen angolanischen Kindern weiterbetreut. Dort erhalten die Kinder neben weiterer Krankengymnastik auch pädagogische Betreuung, bis dann im Herbst der gemeinsame Rückflug nach Angola ansteht.


    Dieses Projekt ist nur mit hohem ehrenamtlichem Engagement und auch mit Kliniken, die eine kostenfreie Behandlung bieten, möglich. Das Klinikum Worms ist dabei.


     


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