„Was ist denn fair?“, lautet der Titel des diesjährigen Weltgebetstages der Frauen, der traditionell am ersten Freitag im März weltweit stattfindet. Die Idee dahinter ist die Veranstaltung eines Gottesdienstes und eine Botschaft für mehr Gerechtigkeit und Frauenrechte, die Stück für Stück um die ganze Welt geht. Ganz so als würde sich Kerze an Kerze entzünden, wandert der Gedanke an eine Welt in Harmonie, Frieden und geachteten Menschenrechten von Kirche zu Kirche, von Stadt zu Stadt, von Land zu Land und schafft so eine Verbindung der Menschen überall auf der Welt. In Vorbereitung auf diesen ökumenischen Gottesdienst am 3. März in der kleinen Kirche am Marktplatz in Osthofen trafen sich ungefähr 12 Frauen, die im katholischen Pfarrzentrum Osthofen angeregt diskutierten, planten und sich mit der philippinischen Bevölkerung und Kultur beschäftigten. Nach einer ausführlichen Präsentation der Situation in einem Land, in dem es viel Armut und wenig soziale Sicherheit, dafür jedoch einen großen gesellschaftlichen Zusammenhalt gibt, folgt eine Diskussion in deren Vordergrund die Frage der Fairness steht: fair reisen, fair kaufen, fair produzieren. Aber auch frauenrechtliche Themen, wie zum Beispiel Sextourismus und das bestehende niedere Rollenbild der Frau, werden behandelt. In der Mittagspause stärken sich die Damen dann mit philippinischen, selbst gemachten Gerichten wie Empanadas, Kokos-Curry-Gemüse und Linsensuppe. Danach können sie mit neuer Energie die von dem philippinischen Komitee vorgegebenen Bibeltexte bearbeiten, deuten und in der Gestaltung ihres Gottesdienstes unterbringen. Die Kollekte vom 3. März wird an Hilfsorganisationen überwiesen, die Frauen und Familien auf den Philippinen unterstützen.
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