Als Bevollmächtigte für Medien ist Staatssekretärin Heike Raag „fest überzeugt, dass die Zukunft des Radios digital ist“. Immer mehr Menschen besitzen DAB+-Empfangs-Geräte, immer mehr öffentlich-rechtliche Anstalten und private Anbieter senden ihre Radioprogramme über DAB+. Aktuell nutzen ihr zufolge noch gut die Hälfte aller Hörer den analogen UKW-Empfang. Aber die Welt des digitalen Radios entwickle sich zügig, allein in den vergangenen beiden Jahren sind 16 bundesweite DAB+-Sender online gegangen, neun von zehn Neuwagen haben ein DAB+-Radio in der Serienausstattung. Angesichts dieses sehr deutlichen Trends hin zur digitalen Radionutzung müssten alle Beteiligten sich gemeinsam darauf verständigen, wie der Umstieg aktiv gestaltet werden könne.
„Das betrifft zum Beispiel die Frage, wie ein mittelfristiger Ausstieg aus der analogen UKW-Technik ausgestaltet werden könnte. Auch der Umgang mit freiwerdenden UKW-Frequenzen muss sinnvollerweise einheitlich geregelt werden“, so die Staatssekretärin weiter. Zu diesen Fragen liege mit dem Bericht der Sondierungsgruppe des Digitalradio-Boards gute Vorschläge vor. Auf dieser Basis können gemeinsam mit den beteiligten Anbietern die weiteren Schritte konkret beraten werden.
Medien-Staatssekretärin Heike Raab unterstreicht: „Neben den bekannten Vorteilen des Digitalradios wie rauschfreier Empfang, Zusatzinformationen zum Programm und Entfallen langwieriger Sende-Suchlaufs gibt es einen weiteren Vorteil der digitalen Radio-Technik, für den ich mich einsetzen möchte: DAB+-Geräte können eine Alarmfunktion bieten, die Radios bei Naturkatastrophen und anderen Notlagen einschaltet und so automatisch Warnmeldungen verbreitet. Anders als Mobilfunk-Masten verfügen Radiosender über eine Notstromversorgung, sodass die Warn-Funktion über DAB+ ein wichtiger Beitrag im Katastrophenschutz sein kann.“
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