
Von Rudolf Uhrig › Tim Wiedemann (Vorsitzender des Digital Hub Worms e.V. und Geschäftsführer IHK für Rheinhessen) ist am Ziel, fast. Zumindest ist mit der Eröffnung des Digital Hub am Donnerstag im schönen Garten des EWR in der Klosterstraße, zu der er auch im Kreise zahlreicher Wormser CEOs, Politiker und geladenen Gästen, die Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt, begrüßen konnte.
„Für die Stadt Worms ist der Digital Hub ein Novum, eine zentrale Anlaufstelle für Innovation und Existenzgründung, das der Stadt langfristig Erfolg bringen soll“ das wiederholte Wiedemann nochmals allzu gerne in diesem Kreis. Denn alle Anwesenden sollen zum Gelingen dieser Idee langfristig, nachhaltig, konstruktiv, innovativ, aber auch mit Know how und finanziellen Mitteln, beitragen und sich einbringen. Ob Stadtverwaltung, Politik, Firmen und Banken; natürlich auch die Hochschule. Diese hat an der Konzeption des Digital Hub sehr stark mitgewirkt, denn viele Studierende wollen den Weg in die Selbständigkeit und die Existenzgründung gehen. Sein Dank ging auch an Oliver Stojiljkovic und Sabine Müller von der Wirtschaftsförderung, sowie an das Stadtratsmitglied Ralf Lottermann, der explizit seine großen Auslandserfahrungen einbrachte.
Insofern fand die Wirtschaftsministerin denn auch, „dass hier die Start ups gut eingebettet seien, der Digital Hub böte gute Chancen für eine erfolgreiche Selbständigkeit. Die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft sei in diesem Zusammenhang der Schlüssel um die jungen Leute mutig voranzubringen, ihnen einen Kompass in die Zukunft zu geben.“
Auch Oberbürgermeister Adolf Kessel lobte die Initiative und sprach von einem Prototyp in Rheinland-Pfalz. Er dankte Tim Brauer (TimbraGroub) für sein Engagement den Digital Hub – nach Renovierung des ehemaligen Kaufhof-Gebäudes – diesen dann im freiwerdenden Adenauerring ein schönes zu Hause zu geben. Allerdings bemerkte er etwas schmunzelnd, ob man das dann noch wolle, denn überrascht zeigte er sich auch von ‚diesem lauschigen schönen Plätzen…in der Klosterstraße‘“.
Michael Kundel (IHK-Vizepräsident und Vorstandsvorsitzender Renolit SE) hob hervor, dass man mit dem Digital Hub das Gründungsgeschehen in Worms stärken und innovativen Start-ups aus der Hochschule eine Heimat geben und mit etablierten Wormser Unternehmen zusammenbringen wolle. „Das ist uns als Industrie- und Handelskammer seit Jahren ein wichtiges Anliegen, das wir deshalb massiv nach vorne getrieben haben“ Er sprach auch von einem besonderen Tag, an dem wieder einmal eine Strahlkraft von Worms ausgehe. Und er hob den besonderen Geist der Wormser Wirtschaft hervor; immerhin hätten sich zwanzig Unternehmen nicht nur ideell beteiligt.
In die gleiche Kerbe stieß auch Prof. Dr. Michael Graef von der Hochschule Worms als er von den Unternehmen als Motor des Wirtschaftswachstums sprach.
Im Anschluss zur offiziellen Eröffnung ging Daniela Schmitt in einer Führung durch den Digital Hub in Gesprächen mit den ersten dort ansässigen Start-ups, Dominik Uhl, Work in Worms, FlexHeros, die sich im Bereich Social Startup bewegen und dem Wormser Jonas Deichelmann, dem App-Entwickler für Rettungsdienste, auf deren Ideen und Wirken ein. Sie konnte sich von dieser zentralen ein Bild machen, auch, dass der Hub Arbeitsplätze und Büroflächen für Start-ups ermöglicht sowie Co-Working und Veranstaltungsflächen für die Vernetzung zwischen Gründerinnen und Gründern und den bereits ansässigen Wormser Unternehmen in Zusammenarbeit mit der Hochschule Worms bietet.
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