Reiner Schalk und Volker Janson legten Blumen nieder.
Viele Wormser Bürger waren am 8. Mai, dem 75 Jahrestag der Befreiung vom Faschismus, laut VVN/BdA Kreisverband Worms-Alzey, zum Antifaschistischen Mahnmal gegangen und hätten Blumen und Gestecke niedergelegt. Reiner Schalk von der VVN/BdA und Silvia Schall vom Bündnis gegen Naziaufmärsche legten Blumen am Mahnmal nieder und verwiesen auf die Forderung, der 8. Mai müsse ein gesetzlicher Feiertag werden.
Vor 75 Jahren hätten fast alle Parteien und der DGB, ein „Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg in ihrer Programmatik gehabt und seien dafür auf die Straße gegangen. Die Staatsform der Demokratie wurde unter diesem Gesichtspunkt gezimmert. Aufgrund des aufkommenden Rechtsextremismus und faschistoider Tendenzen einer Partei die mittlerweile in den deutschen Parlamenten vertreten sei, müsse verstärkt an der Staatsform der Demokratie in Deutschland gearbeitet werden.
Politische Bildung Bewusstwerdung durch politische Bildung sei deshalb unabdingbar, deshalb müsse der 8. Mai als Feiertag der Befreiung von der Nazidiktatur, im gesamten Bundesgebiet gesetzlich verankert werden. Stadtrat Volker Janson der ebenfalls hinzukam und für seinen SPD Ortsverein Horchheim Blumen niederlegte, versprach, sich bei den beiden Bundesvorsitzenden der SPD dafür einzusetzen.
Für die VVN/BDA, betonte Schalk, ein gesetzlicher Feiertag, sei ein wichtiger Schritt, um den Prozess des Erinnerns zu verstärken. Dazu gehöre es auch rechtsextreme Aufmärsche, insbesondere am 1. Mai, 8. Mai und 6. Juni zu verbieten. Am 1. Mai hätten sich spontan 50 Antifaschisten einer dreisten Versammlung von 11 Rechten in Worms entgegenstellen müssen mit Verweis, dass am 2. Mai 1933, die Faschisten, die Gewerkschaftshäuser stürmten und viele Gewerkschafter in die ersten KZs steckten.
Striktes Verbot Silvia Schall vom Bündnis gegen Naziaufmärsche machte auch damals deutlich, dass Worms äußerst wachsam sei bezüglich des 6. Juni, sie forderte ein striktes Verbot des Naziaufmarsches in Worms.