
Von Karolina Krüger. Der letzte Sonntag im katholischen Kirchenjahr, der Christkönigssonntag, war ein würdiger Anlass der Wormser Domkonzerte.
In sein erstes Konzert als Dompropst führte Tobias Schäfer thematisch ein und so standen sich zwei außergewöhnliche Werke fast im Dialog gegenüber. Auf Johann Sebastian Bachs Frühwerk Actus tragicus „Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit“ fand der zeitgenössische und auch junge, im Publikum sitzende, Komponist Sebastian Ostmeyer, mit der Uraufführung seines Actus laetus „...dann werd' ich leben!“ eine Antwort. Die musikalische Leitung hatte Dan Zerfaß, der sein „collegium vocale“ und die Churpfälzische Hofcapelle dirigierte. Ebenso wie Bach komponiert Ostmeyer seine Musik mit historischer Instrumentierung und nimmt die ungewöhnliche Instrumentalbesetzung mit zwei Blockflöten, zwei Gamben und Basso continuo wieder auf, woraus das einzigartige Klangbild entsteht. Die Gesangssolisten Bettina Horsch (Sopran), Regine Müller-Laupert (Alt), Andreas Seibert (Tenor) und Johannes Hautz (Bass) rundeten das klangliche Bild hochkarätig ab.