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  • So., 07. Oktober 2018, 12:40 Uhr
    Heute wurde der neu gestaltete Domplatz seiner Bestimmung übergeben

    Domplatz eingeweiht


    Als Wermutstropfen bezeichnete der Propst die Tatsache, dass man die Neugestaltung des Kreuzganges, für die auch bereits Pläne vorlägen, zunächst zurückstellen müsse. „Wir haben insgesamt 1,1 Millionen Euro für den Domplatz aufgewendet. Für weitere Maßnahmen fehlt uns jetzt erst einmal das Geld.“ An dieser Stelle zeigte sich der Propst deutlich enttäuscht, dass es für die Neugestaltung des Domplatzes keinerlei Zuschüsse von der Stadt oder aus öffentlichen Mitteln gegeben habe. „Am Anfang hat man uns eine Menge Versprechungen gemacht, am Ende gab es keinen Cent!“ Der Propst erinnerte, dass die letzte Neugestaltung des Domplatzes in den 30er Jahren weitgehend durch die Stadt finanziert worden war, die Domgemeinde habe sich damals mit etwa einem Drittel an den Kosten beteiligt. Damals war vereinbart worden, dass die Domgemeinde den Domplatz künftig wie eine öffentliche Parkanlage für alle Wormser und Besucher offen und zugänglich hält, die Stadt im Gegenzug den Domplatz wie alle öffentlichen Parkanlagen pflegt und die Verkehrssicherung übernimmt. Dieser Vertrag bestehe bis heute fort.

    „Während die Stadt für die ca. 27.000 jährlichen Gäste für die Nibelungenfestspiele einen städtischen Zuschuss von 1,7 Mio. jährlich für gerechtfertigt hält, unterstützt sie uns mit dem Dom, der gern als „‘Krone der Stadt‘ bezeichnet wird und der jährlich weit mehr als 300.000 Besucher anzieht praktisch nicht. Dabei ist der Domplatz in seiner neuen Gestalt eine deutliche städtebauliche Aufwertung und mit dem Dom der Anziehungspunkt Nummer Eins für den Tourismus. Seine barrierefreie Erschließung müsste doch auch ein wichtiges Anliegen für die Stadt sein“, so der Propst in seiner Ansprache. Momentan versuche man, die Stadt dazu zu bewegen, als wenigstens kleinen symbolischen Beitrag mit dem städtischen Grünflächenamt die Wiederherstellung der Rasenfläche zu übernehmen. „Das wäre auch ein schönes Geschenk der Stadt zum Jubiläum. Aber selbst hier ziert man sich momentan noch auffallend“, so der Propst.

    Im Segensgebet erbat der Propst den Segen Gottes für alle Menschen, die künftig hier auf diesem Platz zusammenkommen, sich begegnen, gemeinsam feiern, den Dom bestaunen, um schließlich einzutreten in das Haus Gottes. Nach der Segnung des Domplatzes lud der Seelsorgerat der Dom- und Martinsgemeinde noch zur Begegnung bei Kaffee und Kuchen auf dem Domplatz ein.

     

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