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  • Di., 01. November 2022, 10:53 Uhr
    Mannheimer Capitol: 40-jähriges Bühnenjubiläum und 60. Geburtstag von Kim Wilde

    Doppel-Jubiläums-Tour

    Von Rudolf Uhrig › Eigentlich heißt Kim Wilde mit bürgerlichem Namen Kim Smith. Aber wieso heißt ihr Bruder Ricky ebenfalls Wilde, und nicht Smith? Wieso trägt er den gleichen Künstlernamen wie seine ältere Schwester?
    Die Lösung: Papa Reginald Leonard Smith war in den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts ein bekannter Star im Vereinigten Königreich. Mit Coverversionen schaffte er immerhin sechs Top-Ten-Hits. Und sein Künstlername war: Marty Wilde.

    Kim und Ricky konnten viele Wormser am Freitag, den 1. Juni 2018 im Rahmen des Rheinland-Pfalz-Tages auf dem Wormser Marktplatz erleben.

    Mit zweijähriger Corona bedingter Verspätung holte die Britin ihre Doppel-Jubiläums-Tour, nämlich das 40-jährige Bühnenjubiläum und den 60. Geburtstag, nun nach; egal ob die „Daten“ nunmehr noch stimmten oder nicht. Mit ihrer „Greatest Hits-Tour“ betitelten Tournee, die sie dieser Tage durch 10 deutsche Städte führte und am Samstagabend im ausverkauften Mannheimer Capitol beendete, hielt sie Wort. Und diesmal hatte sie in ihrer 7-köpfigen Band nicht nur Bruder Ricky sondern auch dessen Tochter, ihre Nichte, Scarlett (mit Nachnamen natürlich Wilde) mit auf der Bühne.
    23 Songs fast in Medley-Dramaturgie aufgebaut, umfasste das Set, das sie mit „Rage to Love“ (von Papa Marty und Bruder Ricky geschrieben) aus 1984 begann und mit „Kids in America“, (von Papa Marty und Bruder Ricky geschrieben) ihrem fulminanten Debut-Song von 1981 beendete.

    “Can’t Get Enough (Of Your Love)”, “If I Can’t Have You“, gehörten dazu, wie auch ”Chequered Love”, ihre zweite Single die prägnant mit minimalem Keyboard-Sound beginnt und sich dann zu einem unwiderstehlichen Ohrwurm mausert. Aber klar, in den 80er Jahren waren eben Synthie und New-Wave die angesagten Genres.
    Auch mit dabei “View From A Bridge”, in dem es um einen Selbstmord eines Mädchens geht. Es ist nicht der bekannteste, aber der vielleicht vielschichtigste Song mit damals ungewöhnlich mystischem Intro, der in einen Upbeat übergeht. „Cambodia“ aus ihrem Album „Select“ ist für wahr Synthpop vom Feinsten.

    Erstmals spielte sie auf ihrer Tour auch Nenas 1984-Hit „Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann“. Ein Song wo sich die beiden Eighties-Ikonen 2002 mit einer Neuauflage von „Anyplace, Anywhere, Anytime“ zusammentaten und Kims Karriere nochmals voranging.

    Vom bisher 14. Album „Here come the Aliens“ waren auch drei Songs in Mannheim dabei. Im nächsten Jahr will Kim Wilde nachlegen; Bruder Ricky (60), und Nichte Scarlett (33) sind schon eifrig am Schreiben der der neuen Songs.

    Wenngleich es eine schön-nostalgischer Reise in die 80er Jahr war, vielleicht sogar unter dem Motto: „War gut – bleibt gut“, bleibt dennoch ein kleiner Wermutstropfen. Die Akustik passte nicht so recht, übersteuert, dumpf, zu viel Hall. Vielleicht fehlte doch die eine oder andere zusätzliche Boxe und ein bisschen mehr Technik hätte dem letzten Konzert ebenfalls gut getan.

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