Mo., 20. Januar 2014, 15:58 Uhr
Dr. Erika Mohri ist neue Pfarrerin in Pfeddersheim
Für die Evangelische Gemeinde in Pfeddersheim war es am Sonntag eher ein formaler Akt, denn in der Praxis ändert sich nicht viel: Vor einem halben Jahr übernahm Dr. Erika Mohri die Vertretung für die erkrankte Pfarrerin Dorothea Zager. Seit dem 1. Januar ist die vielfach engagierte Geistliche von der Landeskirche offiziell mit der Wahrnehmung dieser Stelle beauftragt. Nun wurde sie auch gottesdienstlich von Dekan Harald Storch eingeführt und von der Gemeinde willkommen geheißen.
Zunächst bleibt es jedoch bei einer halben Stelle. Die andere Hälfte ihres Zeitbudgets widmet Mohri nach wie vor der Ökumene-Arbeit im Dekanat Worms-Wonnegau. Durch die Vertretung im letzten halben Jahr habe sie bereits die Gelegenheit gehabt, die Gemeinde kennenzulernen, erzählte Mohri in ihrer Predigt. „Wenn ich mir die Fülle der Gottesdienste und Andachten in der Kirche und im Martin-Luther-Haus anschaue, bekomme ich einen ersten Eindruck von einer sehr geistlichen Gemeinde“, stellte sie den zahlreichen ehrenamtlichen Gemeindegliedern ein gutes Zeugnis aus.
Bild eines Berges entworfen
Bezugnehmend auf die vorausgegangene Lesung aus dem Hebräerbrief skizzierte die neue Pfeddersheimer Pfarrerin das Bild eines Berges, der bestiegen werden muss. „Aber ich bin keine Bergsteigerin“, stellte sie klar und riet, anstatt des großen, furchteinflößenden Berges lieber den anderen Berg zu besteigen, bei dem es „deutlich beschaulicher“ zugeht. „Wir müssen nicht losrennen und gleich auf den Gipfel wollen. Damit uns die Puste nicht ausgeht, könnten wir die sanftere Steigung wählen“, so Mohri. Kinder- und Jugendarbeit, Kindergottesdienst, Konfirmandenunterricht, ökumenischer Seniorenkreis, Weltgebetstagstreffen, Besuchsdienstkreis – all dies seien herausragende Aktivitäten, die trotz der Vakanz bereits am Laufen sind. „Es scheint mir, als habe die Vakanz das große Engagement und die Qualitäten vieler Gemeindeglieder so richtig zum Leuchten gebracht.“
Auch Dekan Harald Storch brachte im Gottesdienst seine Freude darüber zum Ausdruck, dass die Stelle in Pfeddersheim nun offiziell besetzt ist. „Für uns ist das ein erster Schritt. Wir hoffen nach wie vor auf die Besetzung der ganzen Stelle, die neben der halben Stelle von Dr. Mohri noch vakant ist“, erklärte Storch. Mitte März, so seine Hoffnung, solle Klarheit herrschen, ob und wie die volle Pfarrstelle besetzt wird.