Klinik-Clown sorgt in Klinik für Geriatrie für lustige Stunden / Finanzierung aus Spendengeldern
„Dr. Schnuggelisch“ auf Visite in der Altersmedizin
Die Clown-Doktorin „Dr. Schnuggelisch“ alias Astrid Haag ist seit kurzem auch in der Klinik für Geriatrie (Altersmedizin) des Klinikum Worms im Einsatz. Alle 14 Tage geht „Dr. Schnuggelisch“ auf der Station B2 des Standortes Hochstift auf Clowndoktoren-Visite und stattet den hochbetagten Patientinnen und Patienten der Altersmedizin einen Besuch ab.
Mit viel Humor, Fantasie, Poesie und Musik muntert sie die Patienten auf und bringt sie zum staunen und lachen. „Da ich als Frau Dr. Schnuggelisch knapp zwei Jahre lang Visiten in einem Seniorenheim gespielt habe und von der Arbeit begeistert war, lag es mir nahe, dies auch in Worms möglich zu machen“, erklärt Astrid Haag. „Vor jeder meiner ‚Visiten‘ bekomme ich eine kurze Übergabe, damit ich weiß, auf welche Dinge ich während meines Besuchs evtl. achten muss. Meine ‚Visite‘ stimme ich dann ganz individuell auf den jeweiligen Patienten ab. Mal mache ich Pantomime, mal singe ich aus einer Oper oder mache Seifenblasen.“
Chefärztin froh über neue „Kollegin
Höchst erfreut über die neue „Kollegin“ ist auch Dr. Ulrike Buchwald, Chefärztin der Klinik für Geriatrie: „Als Astrid Haag mit ihrem Vorschlag auf mich zugekommen ist, habe ich sofort ja gesagt. Für unsere Patientinnen und Patienten, die in der Regel mehrere Wochen bei uns auf Station verbringen, ist die ‚Clowndoktoren-Visite‘ eine gelungene Abwechslung vom Krankenhausalltag. Der heitere Besuch am Patientenbett unterstützt unsere Senioren zudem bei ihrer Genesung und ist gut für die Gedächtnisleistung.“
Astrid Haag ist als Frau „Dr. Schnuggelisch“ bereits seit mehreren Jahren in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Klinikum Worms aktiv. Einmal wöchentlich besucht sie die kranken Kinder auf Station und sorgt dort für gute Laune. Die Arbeit mit Kindern und Senioren ist dabei nicht so unterschiedlich, wie auf den ersten Blick vielleicht vermutet wird. „Clowns funktionieren in der Regel überall“, erklärt Astrid Haag. „Der Rhythmus ist aber schon ein anderer. Bei älteren Patienten geht es in der Regel etwas ruhiger und nicht ganz so wuselig zu, wie manchmal bei kleinen Kindern. Natürlich ist auch mein Repertoire an Liedern ein anderes“, so Astrid Haag weiter.
Das regionale Wormser Projekt „Clowns helfen heilen“ finanziert sich ausschließlich aus Spendengeldern. Auch der Start der Geriatrie-Visiten wurde durch Spendengelder möglich gemacht.
Dr. Ulrike Buchwald (links) und Frau „Dr. Schnuggelisch“ beim offiziellen Start der Clown-Visite.