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  • Mi., 26. Mai 2021, 11:34 Uhr
    CDU RHEINDÜRKHEIM: "Arbeitnehmerunterkünfte tragen zum Infektionsgeschehen bei"

    Drehscheiben zur Verbreitung des Coronavirus?

    Die Arbeitnehmerunterkunft in Worms-Rheindürkheim hatte im März gebrannt.


    Der Brand in einer Rheindürkheimer Unterkunft am 7. März 2021 hat nochmals die Dringlichkeit eines angemessenen Schutzes von Untergebrachten und Anwohnern vor Augen geführt. Aus diesem Anlass hat die CDU-Fraktion eine Anfrage gestellt, in wie fern bei Baugenehmigung bzw. Inbetriebnahme gesonderte Brandschutzauflagen gemacht und wurde deren Einhaltung kontrolliert wurden. Auch die nach den Coronaverordnungen vorgeschriebenen Kontrollen zur Belegung der Arbeitnehmerunterkünfte werden angefragt.

    Auf die Anfrage der CDU-Fraktion in der letzten Ortsbeiratssitzung, ob die nach der Corona-Landesverordnung vorgeschriebenen Belegungsreduzierungen und die zugehörigen Kontrollen erfolgt sind, antwortete die Ordnungsbehörde, dass außer einigen Einsätzen wegen Ruhestörung und Rattenbefall keine Kontrollen erfolgt wären, da keine genaue Wohnanschrift bekannt seien.

    Hierzu nimmt Klaus Harthausen als Fraktionssprecher der CDU im Ortsbeirat Stellung: „Nach unserer Ansicht trägt die Gruppenunterbringung von Arbeitnehmern nicht unwesentlich zum anhaltend hohen Infektionsgeschehen in Worms bei. Dies ist aus zahlreichen Fällen, wie bei Tönnies und landwirtschaftlichen Betrieben hinlänglich bekannt. Und wenn es schon bei recht ordentlichen Unternehmen, wie Sutter und Fiege IDC, ein Problem gibt, dann liegt auf der Hand, dass das "Dunkelfeld" der im Graubereich operierenden Arbeitnehmerunterkünfte eine Drehscheibe für das Corona-Virus sind.“

    Harthausen weist darauf hin, dass die Corona-Verordnung genaue Vorgaben für die Unterbringung von ausländischen Arbeitnehmern macht. Hierzu zählen unter anderem die Anmeldung beim Gesundheitsamt und Quarantäne bei der Einreise, eine Halbierung der Belegungsdichte bei Gruppenunterbringungen und Abmeldung beim Gesundheitsamt bei Ausreise. Dies muss nach Ansicht der Christdemokraten in Rheindürkheim kontrolliert und nachgehalten werden, weil in den Sammeltransporten und durch die Wechselschichten in den Logistikbetrieben ein deutlich erkennbares Risiko Weitergabe des Virus besteht.

    Neben durchaus vorhandenen Betrieben, die sich an Vorschriften halten und Rücksicht nehmen, gäbe es aber auch eine Reihe Unternehmen, die sich wenig um den Schutz von Untergebrachten und Anwohnern kümmern. „Die Realität, die wir jeden Tag in Rheindürkheim beobachten können, ist jedoch, dass der Bettenwechsel quasi über Nacht und ohne Quarantäne stattfindet, die Sammeltransporte vielfach ohne Maske erfolgen und die Belegungsdichte nicht reduziert wurde,“ so Harthausen. „Die Unterkünfte werden so zur Drehscheibe, mit der das Infektionsgeschehen aus Rumänien, Bulgarien und dem Balkan über die Betriebe in die Familien der Wormer Arbeitnehmer getragen werden!“

    „Wir möchten, dass die „schwarzen Schafe“ ausgesiebt werden. Hier müssen unbedingt Kontrollen und Coronatests erfolgen, um das Wormser Infektionsgeschehen einzudämmen“, so die Forderung der Christdemokraten. Die Adressen aller Gruppenunterkünfte in Rheindürkheim können die Stadtverwaltung und das Gesundheitsamt jederzeit von der Ortsverwaltung bekommen.

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