Mi., 21. Mai 2014, 11:07 Uhr
Überschwemmungen auf dem Balkan: ASB entsendet Nothilfeteam mit Trinkwasserwiederaufbereitungsanlage nach Bosnien
Drei Helfer des ASB Worms im ersten Team
Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) entsendet heute und morgen sein Nothilfeteam FAST nach Bosnien und Herzegowina. Das Team bringt eine Trinkwasseraufbereitungsanlage (TWA) nach Šamac im Norden des Landes. Die TWA wird dort voraussichtlich vier Wochen lang benötigt. Nach dem zerstörerischen Hochwasser in Bosnien und Serbien sind Hunderttausende Menschen ohne Trinkwasser. Die TWA des ASB kann 36.000 Liter Trinkwasser am Tag herstellen und damit bis zu 7.000 Menschen täglich versorgen. Im Gepäck des FAST sind außerdem 9.000 Zehn-Liter-Kanister zur Verteilung des Trinkwassers.
Dirk Beyer, Pressesprecher des ASB Worms teilte mit, dass im ersten Team drei Helfer des Wormser ASB dabei sein werden. Jan Heitmannn als technischer Leiter und damit Team-Einsatzleiter sowie Anneli Droste und Guido Reiter als technische Assistenten. Es ist der erste Real-Einsatz der TWA. Die Anlage selbst wird auf dem Landweg in die Katastrophenregion gebracht. Die Wormser Helfer werden am Donnerstag Vormittag nach Bosnien fliegen.
In Bosnien mussten mittlerweile mehr als 100.000 Menschen evakuiert werden. Insgesamt sind in der gesamten Region rund 1,6 Millionen Menschen von den Überschwemmungen betroffen. Der ASB, der vor Ort ein Länderbüro betreibt, ist seit Tagen gemeinsam mit der serbischen Samariterorganisation IDC und den bosnischen Samaritern von Žene sa Une im Einsatz und verteilt Hilfsgüter an besonders betroffene Familien.