Mit dem ehemaligen Kaufhofgebäude, dem ehemaligen Rheinmöwe-Areal sowie seit dem zweiten Quartal des Jahres auch dem Gerberviertel widmet sich ehret+klein inzwischen gleich drei Projekten in Worms. Über den aktuellen Stand der Planungen berichtet der Quartiers- und Projektentwickler aus Starnberg.
Für die Neuentwicklung des ehemaligen Kaufhofgebäudes im Herzen der Wormser Innenstadt, neuerdings bekannt als das K32, wurde am 10. August der Bauantrag eingereicht. Aus den ehemaligen Verkaufsflächen des Kaufhofgebäudes werden etwa 8.600 Quadratmeter neu genutzte Fläche entstehen. Es ist eine vielseitige Mischnutzung aus Vollsortimenter, Büro, Co-Working, Café, Bildung, Kunst und Kultur geplant.
Als bisher einzigartig in der Innenstadt erweist sich die anvisierte Aufstockung um zwei Geschossflächen in Holzbauweise – mit attraktiven Wohneinheiten für Jung und Alt. Ebenfalls zukunftsweisend sind die begrünten Dachgärten, die zu einer erhöhten Aufenthaltsqualität in der Innenstadt beitragen.
Gemeinsam mit Vertretern der Stadtverwaltung, der Wirtschaftsförderung, der IHK sowie dem Stadtmarketing wurde am Konzept der Nachnutzung des Gebäudes gearbeitet.
Derweil finden seit April 2022 umfassende Rückbau- und Umbaumaßnahmen im Gebäude statt. Sobald der Bauantrag bewilligt wird, können die Baumaßnahmen beginnen. Die Vergabegespräche für den Hochbau und der Vertrieb starten in Kürze.
Von der Gewerbebrache zum Stadtquartier
Auf der Brache der ehemaligen Rheinmöwe entstehen im künftigen Licht-Luftbad-Quartier circa 425 Wohnungen, zahlreiche Gewerbe- und Einzelhandelsflächen, Restaurants, Cafés sowie eine Kita. Bis zu 70 Prozent der Gebäudeteile werden bepflanzt.
Darüber hinaus wird ehret+klein als Ergebnis eines Bürgerworkshops im Jahr 2019 verstärkt auf eine einladende Gestaltung der öffentlichen Bereiche achten. Von zahlreichen Grünflächen, einladenden Durchwegungen und Blickachsen zum Wormser Dom profitieren künftige Bewohner somit ebenso wie die Nachbarschaft.
Ein E-Mobilitätskonzept sowie die besonders energieeffiziente Planung der Gebäude gehört ebenfalls zur Strategie der Quartiersentwicklung.
Noch wird das rund 28.000 Quadratmeter große Grundstück als Parkraum sowie durch das Möbel Boss Warenhaus genutzt. Zu gegebener Zeit wird Möbel Boss auf ein parallel zum hiesigen Verfahren entwickeltes Grundstück an der Klosterstraße umziehen.
Aktuell bereiten Fachplanende und ehret+klein in enger Abstimmung mit der Stadt die Unterlagen für den Aufstellungsbeschluss im Herbst 2022 vor. Anschließend kann der Bauantrag eingereicht und mit der Bauphase begonnen werden.
Langersehnte Realisierung des Gerberviertels
Gemeinsam mit der Senioren-Wohnen Holding GmbH widmet sich ehret+klein in einem Joint-Venture der Quartiersentwicklung im Süden der inneren Stadt von Worms. Auf dem 16.600 Quadratmeter großen Grundstück wird ebenfalls ein mischgenutztes Quartier entstehen.
Als eine Besonderheit gilt hier das geplante Konzept verschiedener Wohnformen für ein selbstbestimmtes Leben im Alter. Neben Senioren- und Betreutem-Wohnen werden Wohnungen für Familien sowie Gewerbeeinheiten und ein Hotel entstehen.
Um einer ressourcenschonenden Bauweise und einer nachhaltigen Nutzung des Quartiers gerecht zu werden, beabsichtigt das Joint-Venture den Einsatz von Wärmepumpen in Kombination mit Photovoltaik sowie umfangreiche Begrünungen und Baumpflanzungen.
Ob die Tiefgarage öffentlich genutzt werden könnte, um einen Beitrag zur Verbesserung der innerstädtischen Parkplatzsituation zu leisten, wird derzeit untersucht.
Für das Areal liegt eine Baugenehmigung vor.
Gemäß der Quartiersgröße wird es vier Bauphasen geben, die nach und nach umgesetzt werden: Die erste Phase beginnt mit der Sanierung und dem Neubau der Tiefgarage, die im ersten Quartal 2023 startet. In der zweiten Phase werden entlang der Schönauer Straße ein Hotel und Gewerbeflächen entstehen. Etwa zeitgleich wird im westlich gelegenen Innenbereich des Areals ein Gebäudekomplex für Seniorenwohnen errichtet.
In der dritten Phase werden zahlreiche Wohneinheiten mit Mehrfamilienhäusern entlang der Gerbergasse/ Pankratiusgasse geschaffen. Dieser Bauabschnitt trägt den passenden Namen „Wohnen am Dom“. Schließlich wird in der letzten Phase der dritte Abschnitt an der Pankratiusgasse realisiert. Hier entsteht zusätzlicher Wohnraum.
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