Bei Kosten in Höhe von fünf Millionen Euro soll die neue Sportstätte an der Carl-Villinger-Straße bis zum Jahr 2021 Realität sein / Tribüne ja oder nein?
Dreifeldsporthalle nimmt Fahrt
Auf dem ehemaligen Gelände der Stadtgärtnerei wird die neue Dreifeldsporthalle errichtet. Archivfoto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Der Bauauschuss der Stadt Worms tagte am Donnerstagnachmittag. Das wichtigste Thema war die Realisierung der neuen Dreifeldsporthalle an der Carl-Villinger-Straße für die Westend-Realschule und die Oberstufe des Eleonoren-Gymnasiums. Der städtische Abteilungsleiter für den Hochbau, Johannes Kühn, stellte das Projekt den Ausschussmitglieder ausführlich vor.
Die neue Dreifeldsporthalle soll auf dem Gelände der ehemaligen Stadtgärtnerei an der Ecke Alzeyer Straße und Carl-Villinger-Straße entstehen. Die Kosten sind mit rund fünf Millionen Euro veranschlagt, wobei die Höhe davon abhängt, ob eine kleine Tribüne für rund 250 Besucher realisiert wird oder nicht. Die Kosten für die Tribüne würden sich auf etwa 350.000 Euro belaufen, da durch die Tribüne die Halle etwas größer werden müsste. Kurz gesagt, verzichtet die Stadt auf den Zuschauerbereich, kostet sie nur 4,65 Millionen Euro. Eine endgültige Entscheidung über die Tribüne ist noch nicht gefallen. Das Land würde eine solche Tribüne nicht mit Finanzmitteln fördern. Entscheidend hinsichtlich des Zuschauerbereiches ist aber sicher, ob in Worms dafür ein Bedarf besteht oder nicht.
Prinzipiell ist aber davon auszugehen, dass das Land das Bauvorhaben mit rund 40 Prozent der Kosten - ausgenommen jener für die denkbare Tribüne - übernimmt.
Mit der Zustimmung der Entwurfsplanung im Bauauschuss wird nun beim Land ein Förderantrag gestellt. Liegt die Förderzusage des Landes vor, wovon bis Mitte 2018 auszugehen ist, beginnen die Detailplanungen. Danach muss das Projekt im Stadtrat final abgesegnet werden. Eine Fertigstellung der Halle ist für das Jahr 2021 geplant.
Wettkampftauglich und barrierefrei
Die Halle kann mit Vorhängen in drei kleine Spielflächen abgetrennt werden, die dann jeweils 15 mal 27 Meter groß sind. Es ist aber auch möglich eine große Spielfläche daraus mit den Maßen 45 mal 27 Metern zu machen. Letztgenante Variante ist eher für Vereine und Wettkämpfe interessant. Die Außenfassade soll geklinkert werden, sich also städtebauliche an die Umgebung anpassen.
Ein wichtiger Aspekt ist den Planern der barrierefreie Zugang zu Halle und Umkleidebereiche.
Das Dach der Halle soll wenn möglich begrünt und mit einer Photovoltaikanlage zur Stromgewinnung ausgestattet werden.
Erweiterung oder Kita denkbar
Es stellte sich im Ausschuss auch die Frage, was mit der Restfläche auf dem Gelände der ehemaligen Stadtgärtnerei passiert, wenn die Dreifeldsporthalle errichtet ist. Denn diese Restfläche ist von den Quadratmetern her größer wie der Platzbedarf der jetzt geplanten Dreifeldsporthalle. Ein Teil dieser Brache wird zwar für Parkplätze benötigt, doch für den übrigen Bereich ist noch keine konkrete Nutzung festgeschrieben. Baudezernent Uwe Franz sprach hier die Möglichkeit an, irgendwann, wenn Worms weiter wächst, vielleicht eine weitere Dreifeldsporthalle zu errichten.
Dr. Klaus Karlin (CDU) brachte eine Kita ins Spiel. Hintergrund ist, dass die beiden geplanten Kitas auf dem Fischmarkt und im Mersch in der Realisierung wohl mehr Zeit in Anspruch nehmen als gedacht. Und Worms möchte rasch mehr Kita-Plätze schaffen. Timo Horst (SPD) unterstützte diese Gedanken.
Doch ist dies Zukunftsmusik, denn zunächst wird die eine Dreifeldsporthalle angepackt. Und damit wäre Worms hinsichtlich Sporthallen ausreichend ausgestattet, denn zurzeit fehlen laut Berechnung des Landes in der Nibelungenstadt fünf Hallenteile. Zwei davon werden mit dem Hallenneubau in der Paternusschule in Pfeddersheim realisiert und drei durch die Errichtung der Halle an der Carl-Villinger-Straße.
Uwe Franz konnte in der Sitzung auch die Befürchtungen zerstreuen, dass das Eleonoren-Gymnasium keine Halle an der Brucknerstraße erhält. Vielmehr sehe der Realisierungsplan vor, dass nach dem Bau der Dreifeldsporthalle an der Carl-Villinger-Straße jene für das Elo an der Brucknerstraße angepackt wird.