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  • Fr., 21. August 2015, 20:16 Uhr
    Das 82. Wormser Backfischfest lädt vom 29. August bis zum 6. September auf die Kisselswiese ein

    Dreimal kräftig „Ahoi!”

    Drei wichtige Akteure des Backfischfestes. Von links: Bojemääschter Markus Trapp, die Geschäftsführerin des Wonnegauer Weinkellers, Sonja Decker, und der Vorsitzende des Schaustellerverbandes René Bauer.Foto: Gernot Kirch


    VON GERNOT KIRCH In einer Woche öffnet mit dem Wormser Backfischfest das größte Wein- und Volksfest am Rhein seine Pforten. Neun Tage lang, vom 29. August bis zum 6. September, laden rund 100 Fahrgeschäfte, Buden, Stände, Biergärten und Zelte auf die Kisselswiese ein. Kein Fest, keine Veranstaltung und kein Konzert ziehen die Wormser so sehr in den Bann wie das Backfischfest. Da können weder die Nibelungenfestspiele noch das Spectaculm oder Jazz & Joy mithalten. Das Geheimnis ist dabei ganz einfach, es ist ein Fest für alle Wormser, jeder findet hier seinen Platz und seine Nische. Ob mit großem oder kleinen Geldbeutel, ob man es laut oder leise mag, ob Jung oder Alt, der Festplatz und sein Umfeld halten für jeden das Richtige parat. Darüber hinaus macht der gelungene Mix aus spektakulären Fahrgeschäften, Weinfest, leckeren Speisen und den vielen Brauchtumsveranstaltungen die Faszination aus. Wobei das Herz und pulsierende Zentrum eindeutig der Wonnegauer Weinkeller ist, der in diesem Jahr mit 400 Weinen und Sektsorten lockt.

    Welche Änderungen gibt es auf dem Backfischfest 2015?

    Wirklich weltbewegende Änderungen gibt es in diesem Jahr nicht. Das Backfischfest hat täglich von 14 Uhr (sonntags 11 Uhr) bis 2 Uhr nachts geöffnet. Dann ist auf dem Platz Schluss. Die letzten Busse bringen die Besucher um 2.30 Uhr nach Hause. Als Damoklesschwert schwebt seit diesem Jahr aber das Thema Lärm über dem Fest. Den Stein ins Rollen gebracht hat dabei der Wurstmarkt in Bad Dürkheim, wo sich Anwohner über den Lärm beschwert haben und der Markt jetzt früher schließen und leiser werden muss. In Worms ist es gibt es solch harte Beschränkungen noch nicht, doch wies Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek auf einer Pressekonferenz am Freitag daraufhin, dass man auch auf dem Backfischfest die Fahrgeschäfte und Veranstaltungen eine gewisse Dezibelgrenze nicht überschreiten dürfe. Dies würde aber keine Änderungen gegenüber dem Vorjahr bedeuten. Man werde insgesamt aber sensibler mit dem Thema umgehen. Bezüglich der beiden Lokale „Carrolls Pub“ und „Giessenbrücke“ bleibt es zunächst dabei, dass diese auch nach 2 Uhr geöffnet haben dürfen, allerdings schaue die Stadt, wie sich dies entwickle und ob die Besitzer die versprochenen Änderungen vornehmen.

    Fahrgeschäfte als Magnet

    Ein Markenzeichen des Backfischfestes sind neben dem Wonnegauer Weinkeller die Fahrgeschäfte. Ein Highlight ist das „Lach+Freu-Haus“, das mit vibrierenden Sitzbänken, wasserspritzenden Hühnern und den Bären „Seppi“ für urbayrischen Spaß sorgt. Zum Festplatz gehören aber auch die Klassiker wie das Riesenrad, Breakdance und das Kettenkarussell. Neu hingegen ist das „Fun Schiff“, eine Riesenschiffschaukel, die einem Kreuzfahrtschiff nachempfunden ist. Spektakulär auch der „Big King“ oder der wild drehende „Rotor“. Wichtig für Buben und Mädchen, in diesem Jahr gibt es ein Kinderriesenrad. Alle Motorfreunde können sich auf der Kartbahn austoben.

    Brauchtumsveranstaltungen

    Eine besondere Wertschätzung genießen auch in diesem Jahr die Brauchtumsveranstaltungen. Zu nennen ist hier zunächst die Eröffnung am 29. August ab etwa 15 Uhr auf dem Marktplatz und der große Festumzug am Sonntag. Wobei hier anzumerken ist, dass der bunte Lindwurm in diesem Jahr aufgrund der Bauarbeiten in der Friedrich-Ebert-Straße eine leicht veränderte Route nimmt. Am Montag lockt Hagens Weinschatz und der Mittwoch gehört ganz der Fischerwääder Kerb. Mit dem „Wormser Abend“ hat der Donnerstag seinen Höhepunkt und am Samstag steht das Tauziehen auf dem Programm. Den krönenden Abschluss bildet der Sonntag mit dem Fischerstechen im Floßhafen und dem großen Höhenfeuerwerk am Abend. Ausgebucht sind leider schon alle Riesenradweinproben. Mit einem dreimal kräftigen „Ahoi!“ laden Schausteller, Organisatoren, Sponsoren, Fischerwääder und ehrenamtlichen Helfer die Wormser auf den Festplatz ein.

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