
Nicht schlecht staunten die Mitarbeiter des Wormser Erlebnisgartens dieser Tage, als sie vor den Apfelbäumen auf der Streuobstwiese standen. Dreiste Diebe hatten unbemerkt im großen Stil fast alle reifen Äpfel geerntet und vom Gelände transportiert. In diesem Fall geht es nicht nur um einen oder zwei der leckeren Vitaminspender, die gepflückt oder vom Boden aufgelesen und direkt verzehrt wurden, sondern um einen scheinbar gut vorbereiteten Diebstahl mit jeder Menge Kisten und Körben. Dieser dreiste Apfelklau schade der umweltpädagogischen Arbeit auf diesem Gelände enorm, ärgert sich Dennis Waltenberg, Leiter des Erlebnisgartens, denn „schließlich sollen die Kinder bei uns den Bezug zur Natur lernen und dazu gehört auch das Anpflanzen, Ernten und Verarbeiten von selbst angebautem Obst und Gemüse.“
Überhaupt verzeichne man in jüngster Zeit vermehrt ein gedankenloses Verhalten so mancher Besucher, die erntereife Früchte und sonnengereiftes Gemüse völlig ungeniert mitgehen ließen. „Vor den Sommerferien wollten sich z. B. die Kindergartenkinder eine Gemüsesuppe kochen, aber die reife Zucchini hing nicht mehr an der Pflanze“, berichtet Dennis Waltenberg und fügt hinzu: „Die enttäuschten Blicke der Kinder schrieben Bände in diesem Moment.“
Die Mitarbeiter des Erlebnisgartens appellieren daher an die Mitbürgerinnen und Mitbürger, das unerlaubte Mitnehmen von Obst und Gemüse zu unterlassen, damit die umweltpädagogische Arbeit mit den Kindern ungetrübt weitergeführt werden kann.
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