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  • Mo., 17. November 2014, 11:34 Uhr
    Johannespassion zum Volkstrauertag in der Wormser Dreifaltigkeitskirche

    „Durch dein Gefängnis … muss uns die Freiheit kommen“

    Von Regina Urbach. Da in diesem Jahr zum Volkstrauertag an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs erinnert werden sollte, führten der Wormser Bachchor und das Heidelberger Kantatenorchester unter Leitung von Ellen Drolshagen zu diesem Anlass Bachs Johannespassion in der Dreifaltigkeitskirche auf. Im Gegensatz zur Matthäuspassion endet diese triumphierend mit einem „Ich will dich preisen ewiglich“ und weist so den Weg zu einer trotz allem tröstlichen Aussicht. Ausgezeichnete Solisten im Zusammenspiel mit dem kleinen, feinen Orchester wechselten sich mit einem gerade bei den getragenen Passagen wirkungsmächtigen Chor ab. Der Alt war solide herausgearbeitet, auch der Tenor war präsent, wenn auch manchmal einzelne Stimmen herauszuhören waren. Dagegen hätte man sich einen entschlosseneren Sopran gewünscht. Die Solisten Joachim Herrmann (ein Autorität ausstrahlender Jesus), der junge Tenor Stephan Scherpe , Gunda Baumgärtner, erstmals in Drolshagens Oratorien-Ensemble mit ihrem sonnig brillierenden Sopran und Sibylle Hummel mit ihrem klangvollen Alt und andere unterstützten das Konzert. Bachs tief empfundener Frömmigkeit hätte eine dunklere Beleuchtung der Dreifaltigkeitskirche sicher mehr Wirkung getan.

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