Stiftung der Volksbank Alzey-Worms eG schüttet in diesem Jahr 17.075 Euro im Bereich Worms aus / Insgesamt 52.575 Euro im gesamten Geschäftsgebiet / Sonderspende für den Dombauverein über 10.000 Euro
Durch gelebte Nachhaltigkeit mehr erreichen
Verantwortliche der Volksbank Alzey-Worms eG, des Stiftungsrates und die Vertreter der hiesigen bedachten Vereine und Institutionen freuen sich gemeinsam über die stolze Summe der Zuwendungen. Foto: Robert Lehr
VON ROBERT LEHR „Wenn man von Nachhaltigkeit spricht, dann denkt man wahrscheinlich nicht unbedingt als erstes an eine Bank“, unterstrich Armin Bork am heutigen Donnerstagabend in der Schalterhalle der Volksbank Alzey-Worms. Man denke wohl eher an den schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen und in diesem Zusammenhang, so deren Vorstandssprecher, vielleicht auch an den Ursprung des Begriffes. Er stamme nämlich aus der Forstwirtschaft und bezeichne eine umsichtige Form der Waldrodung im Hinblick auf das Nachwachsen der Bäume und somit auf langfristige Erhaltung des Bestandes, betonte Bork.
Das wohl der Mitglieder fördern – und mehr!
Dass aber auch eine Bank unter nachhaltigen Gesichtspunkten handeln kann, verdeutlichte Bork bei der Übergabe der Erträge aus der bankeigenen Stiftung (Stiftung der Volksbank Alzey-Worms eG). „Neben Aspekten, wie der Verantwortung für unsere Umwelt, in der wir letztlich alle stehen, oder für unsere Mitarbeiter, kommt einer weiteren sehr wichtigen Sache für uns große Bedeutung zu, und das ist die Verantwortung für die Region.“ Genereller Zweck einer Genossenschaft sei es, das Wohl ihrer Mitglieder zu fördern. „Für uns geht dieser Förderauftrag aber noch darüber hinaus. Wir sehen uns in der Verpflichtung gegenüber unserer Heimat und ihrer Menschen. Diese möchten wir fördern und voranbringen.“
Dafür hat die Volksbank mehrere Budget-Töpfe, einer davon ist die Stiftung, die in jedem Jahr ihre Erträge für gemeinnützige Zwecke ausschüttet. „Das ist übrigens ganz ähnlich, wie in der Natur“, stellte Geschäftsführer Wilhelm Gerlach fest. „Ein Baum ist die solide und verlässliche Grundlage dafür, dass immer wieder neue Früchte hervorgebracht werden, die man ernten kann. Ganz ähnlich verhält es sich mit unserem Stiftungskapital, das in jedem Jahr Erträge erzeugt, die ausgeschüttet werden.“
Dieses Mal sind es – trotz Niedrigzinsphase – insgesamt stattliche 52.575 Euro, die die Bank zur Verfügung stellen kann und ein Teil davon, nämlich gut 17.075 Euro, geht in den Bereich Worms.
Stiftungsrat entscheidet
Wer in den Genuss der Zuwendungen kommt, hat hierbei der Stiftungsrat entschieden, der die Anträge im Sinne des Stiftungszweckes geprüft hat. Im Einzelnen sind das in diesem Jahr die Ortsgemeinde Hamm, der Kunstverein Worms, die städtische Musikschule und der Dombauverein.
Für Armin Bork sind Termine wie eine solche Spendenübergabe immer wieder ganz besonders, denn hier kommt man den Menschen nahe. „Wir verwalten uns mittlerweile durch Regeln, Auflagen und Gesetze halbwegs zu Tode. Eines der neuesten Gesetze bezieht sich tatsächlich auch auf die Nachhaltigkeit. Unternehmen müssen hierbei in einem Bericht alles zusammentragen, womit diese in den verschiedensten Bereichen gefördert wird.“
Nachhaltigkeit leben ist besser!
Während Papier geduldig sei und man sich darin selbst über den grünen Klee loben könne, führte Bork weiter aus, habe man bei der Volksbank entschieden, diesen Bericht in der Theorie so kurz wie möglich zu halten. Worauf es wirklich ankomme, sei die Praxis. „Und wenn ich sehe, wie froh wir auch heute wieder einige Leute machen können, dann wiegt das für mich viel schwerer als eine Abhandlung zu tollen Taten auf Hochglanzpapier. Über Nachhaltigkeit reden ist gut, aber sie zu leben ist sehr viel besser. “
Unabhängig von der Zuwendung der Stiftung erhielt der Dombauverein eine zusätzliche Spende in Höhe von 10.000 Euro direkt von der Volksbank Alzey-Worms eG. Foto: Robert Lehr