
„Mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer haben wir eine Frau zu Gast, die sich immer wieder engagiert zu Themen wie sexualisierte Gewalt und Gleichstellung zu Wort meldet“, so Susanne Hamann-Krämer, Vorstandsfrau des Warbede Frauenzentrum e.V., „dies stärkt uns in der Arbeit sehr“.
Sexualisierte Gewalt an Frauen sei ein Problem, dass sich durch alle Schichten zieht und das spätere Privat- und Arbeitsleben der Betroffenen häufig auch bis hin zur existenzbedrohenden Erwerbsunfähigkeit einschränke. In diesem Bereich müsse sich die Politik noch stärker einsetzen. "Es reicht nicht, den Einzelfall zu fokussieren". Ein weiteres Gesprächsthema war die so genannte Istanbul-Konvention, mit deren Inkrafttreten seit 2014 verbindliche Rechtsnormen gegen Gewalt an Frauen und häusliche Gewalt geschaffen wurden und auf dessen Grundlage diese verhütet und bekämpft werden sollen. "Wir können vor allem dann wichtige Fortschritte bei der Gleichstellung von Frauen erzielen, wenn Politik, Frauenorganisationen und alle gesellschaftlichen Kräfte gemeinsam an einem Strang ziehen“, erklärte die Ministerpräsidentin.
Nachdem der Ministerpräsidentin Postkarten mit Motiven starker Wormser Frauen überreicht wurden, machte sie sich auf den Weg zu ihrem zweiten Termin in der Nibelungenstadt.
Diskriminierungsfreie Vergütung
Am Nachmittag erkundigte sich Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei der Arbeit & Leben GmbH über das Projekt „Dialog Entgeltgleichheit“. Ziel des von der Landesregierung geförderten Projekts ist es, landesweit und branchenübergreifend kleine und mittlere Unternehmen über diskriminierungsfreie Vergütung zu informieren und sie dafür zu sensibilisieren.
Zum Abschluss ihres ersten Reisetages besuchte Ministerpräsidentin Malu Dreyer die Matoi GmbH. Das Unternehmen wurde von zwei Frauen gegründet, die es auch leiten. „In Rheinland-Pfalz gibt es zwar schon viele erfolgreiche Gründerinnen, das große Potenzial weiblicher Gründer ist aber insbesondere in der Technologiebranche noch lange nicht ausgeschöpft“, betonte die Ministerpräsidentin. Frauen gehörten nur in rund jedem vierten Startup zum Gründungsteam. Deshalb werde die Landesregierung den Gründergeist gerade auch von Frauen weiter fördern.
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