
Wie ein Schuhkarton das Leben eines Mädchens auf den Kopf gestellt hat, erzählt beispielhaft die Geschichte von Margarita aus Weißrussland. Bereits als Baby wurde sie von ihrer Mutter verlassen und wuchs im Waisenheim auf. Dort kommt sie mit „Weihnachten im Schuhkarton“ in Berührung und erfährt zum ersten Mal Liebe und Hoffnung in ihrem Leben. Heute hat sie einen festen Job, eine Familie und ist für viele zu einem Hoffnungsträger geworden. Seit über 20 Jahren werden Kinder wie Margarita weltweit durch die jährliche Geschenkaktion „Weihnachten im Schuhkarton“ erreicht.
Auch in diesem Jahr ruft der Träger der Aktion, das christliche Werk Geschenke der Hoffnung, wieder dazu auf, mit einem Geschenkkarton mehr als einen Glücksmoment für bedürftige Kinder zu bewirken. Die Päckchenspenden können bis zum Mittwoch,dem 15. November, auch in Worms bei der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde in der Eckenbertstrasse 52, dienstags und donnerstags von 16 bis 17 Uhr, oder bei H. Schneider in Horchheim, Benzstrasse 27, montags, mittwochs, freitags, samstags von 14 bis 18 Uhr oder nach Vereinbarung unter Telefon 06241/34508 abgegeben werden.
„Der Grundgedanke der Aktion ist es, durch einen einzelnen Schuhkarton Glaube, Hoffnung und Liebe für Kinder rund um den Globus greifbar zu machen“, fasst Horst Schneider als Leiter der Sammelstelle in Worms zusammen. Verteilt werden die Päckchen in diesem Jahr u.a. in der Ukraine, Bulgarien, Rumänien, Litauen, Polen, Serbien, Montenegro und der Mongolei. Überreicht werden sie von Kirchengemeinden unterschiedlicher Konfessionen, die dafür extra geschult werden und ein Berichtswesen einhalten müssen. „Viele der Jungen und Mädchen wachsen unter schwierigen Lebensbedingungen auf. Ein liebevoll gepackter Schuhkarton ist für sie häufig nicht nur das erste Weihnachtsgeschenk ihres Lebens, sondern vermittelt den Kindern auch das Gefühl von echter Zuneigung und Hoffnung.“ „Oft entstehen dadurch persönliche Beziehungen, aus denen die Familien Ermutigung und Kraft schöpfen können. Manche Orte haben sogar neue Initiativen gegründet, die bedürftige Familien auch über die Weihnachtszeit hinaus mit lebensnotwendigen Dingen wie Nahrung, Kleidung und Schulbildung, versorgen,“ berichtet Horst Schneider. Es gebe inzwischen viele Berichte von jungen Erwachsenen, deren Leben durch „Weihnachten im Schuhkarton“ eine positive Wendung erfuhr.
Jeder kann mitmachen!
Mitmachen ist ganz einfach: Acht Euro pro beschenktes Kind zurücklegen – damit wird die Durchführung der Gesamtaktion finanziert. Deckel und Boden eines Schuhkartons separat mit Geschenkpapier bekleben oder vorgefertigten Schuhkarton unter www.jetzt-mitpacken.de bestellen. Das Päckchen mit neuen Geschenken für einen Jungen oder ein Mädchen der Altersklasse zwei bis vier, fünf bis neun oder zehn bis 14 Jahren füllen. Bewährt hat sich eine Mischung aus Kleidung, Spielsachen, Schulmaterialien Hygieneartikel und Süßigkeiten (die bis März des Folgejahres haltbar sein müssen). Packtipps und Hinweise, was nicht eingepackt werden sollte, sind im Flyer zu finden, der über die Webseite der Aktion bestellt und heruntergeladen werden kann. Die Päckchenspende dann rechtzeitig zur nächstgelegenen Abgabestelle bringen. Alle Informationen erhält man unter www.weihnachten-im-schuhkarton.org oder der Hotline +49 (0)30/76 883 883.
Auch einzelne Sachspenden gefragt
„Wer es zeitlich nicht schafft, einen eigenen Schuhkarton zu packen, darf sich auch finanziell beteiligen oder kann uns Sachspenden zur Verfügung stellen, mit denen wir weitere Schuhkartons füllen können,“ sagt Horst Schneider. „Wir freuen uns auch über Personen, die beispielsweise einen ganzen Transport mit tausenden Schuhkartons finanzieren können.“
Bereits über 146 Millionen erreichte Kinder
Seit 1993 wurden im Rahmen der globalen Aktion „Operation Christmas Child“ bereits über 146 Millionen Kinder in mehr als 150 Ländern erreicht. Allein 2016 gingen fast 11,5 Millionen Päckchen auf die Reise. Im deutschsprachigen Europa wurden im Jahr 2016 rund 400.000 Geschenkpakete gesammelt, die vorwiegend in Osteuropa verteilt wurden. Wormser packten 2016, 263 Schuhkartons. Horst Schneider hofft, dass sich auch dieses Jahr viele Bürger, Unternehmen, Schulen, Kitas und Kirchengemeinden motivieren lassen, sich an der Aktion zu beteiligen.
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