Die Laubbeseitigung im Herbst, die chemiefreie Unkrautbeseitigung während der Vegetationsperiode und der Räum- und Streudienst im Winter stellen für die Straßenreiniger des Entsorgungs- und Baubetriebes Worms (ebwo) jährlich herausfordernde Arbeitsspitzen dar, die nicht immer in dem gewünschten Maß abgearbeitet werden können. Dies betrifft nicht nur Worms-Hochheim, sondern alle Wormser Ortsteile und Straßen, die an die städtische Straßenreinigung angeschlossen sind. Den kürzlich formulierten Vorwurf, dass der ebwo die Sorgen und Ansprüche der Wormser Bürger nicht ernstnehmen würde, weist der Entsorgungs- und Baubetrieb jedoch entschieden zurück.
Tatsächlich ist es leider so, dass die gewachsenen Ansprüche unter den gegebenen Rahmenbedingungen nicht immer an allen Stellen gleichzeitig befriedigt werden können. Eine Straßenreinigung, die ihre Aufgaben während der saisonalen Arbeitsspitzen gänzlich ohne Engpässe abarbeitet, kann sich keine Stadt in einem wirtschaftlich vertretbaren Rahmen leisten. Die Mannschaften des ebwo laufen dem Arbeitsaufwand buchstäblich hinterher und reinigen gerade im Herbst Straßen, denen man bei starkem Laubfall die Reinigung schon am Folgetag oft nicht mehr ansieht. Dennoch kommt es nur in seltenen Ausnahmefällen vor, dass die Vorgaben der satzungsgemäßen Reinigung nicht erfüllt werden können. Im Gegenteil erfolgt die Straßenreinigung meist sogar in kürzeren Intervallen als von der Satzung vorgegeben, so auch in Hochheim.
In diesem Jahr haben im Herbst Personalengpässe und Fahrzeugdefekte leider dazu geführt, dass vereinzelt Reinigungsintervalle gestreckt werden mussten. Aber in keinem der Fälle war es so, dass an einer Stelle acht Wochen lang keine Reinigung erfolgte. Priorität hatten in solchen Fällen Bereiche mit hohem Laubaufkommen. Die gewohnten Reinigungsintervalle der Straßenreinigung haben sich ab Mitte November auch in Worms-Hochheim wieder eingespielt. Alle vorgebrachten Beschwerden wurden sowohl vor Ort abgearbeitet und, wo nötig, auch schriftlich beantwortet oder in einem persönlichen Gespräch mit dem Teamleiter vor Ort geklärt.
Ungeachtet der aktuellen Kritik arbeitet der ebwo seit Längerem an einer Neukonzeption der Straßenreinigung, die eine Optimierung der Reinigungsleistung durch ein bedarfsorientierteres Vorgehen zum Ziel hat. Das Konzept wurde vergangene Woche im Werkausschuss Entsorgung vorgestellt und beschlossen. Dem Wunsch der Werkausschussmitglieder, die Inhalte auch den einzelnen Fraktionen und dem Ortsbeirat in Hochheim vorzutragen, wird der ebwo gerne nachkommen.
Kern des neuen Konzeptes ist die Einteilung des Stadtgebietes in fünf Bezirke, in denen dann jeweils dauerhaft ein Team mit Vorarbeiter für die Erfüllung der satzungsgemäßen Vorgaben zuständig ist, darüber hinaus aber eigenverantwortlich Prioritäten setzen kann, um Leistungen dort zu erbringen, wo es auch tatsächlich notwendig ist. Dadurch erwartet der ebwo eine zuverlässigere Organisation der Straßenreinigung in den Ortsteilen, da die Vorarbeiter die Problemstellen eher erkennen und gegensteuern können.
Parallel dazu erhofft sich der Eigenbetrieb Impulse zur effizienteren Erbringung der Leistungen in der Straßenreinigung durch betriebliche Personalentwicklung. Durch einen höheren Qualifizierungsgrad auf Teamleiterebene sollen die gestiegenen Anforderungen in der Straßenreinigung besser bewältigt werden. So absolviert gerade der Teamleiter der Straßenreinigung eine Ausbildung zum Meister für Kreislauf-/Abfallwirtschaft und Städtereinigung.
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