VON FELIX BERZ Seit das Jugendamt im Jahr 2014 in die Schönauer Straße umgezogen ist, steht das Gebäude in der Kriemhildenstraße 8 leer. Der Verkauf der Immobilie gegen Höchstgebot wurde am 27. Oktober 2017 auf der Internetseite sowie im Amtsblatt der Stadt Worms veröffentlicht, teilte Oberbürgermeister Michael Kissel auf Anfrage von CDU-Stadtratmitglied Monika Stellmann mit.
Insgesamt hätten sechs Bieter ihre Angebote abgegeben, welche dem Stadtrat diesen Monat zur Beratung und zum Beschluss vorgelegt würden, erläuterte Kissel.
Der Oberbürgermeister führte aus, dass sich der Haupt- und Finanzausschuss bereits Ende 2016 über einen Verkauf beraten hatte, dieser damals aber zurückgestellt worden sei, um dem Entwickler des Areals Afa-Passage die Möglichkeit zu geben, darzulegen, dass die Entwicklung des Viertels unbedingt das Eigentum an der Immobilie erfordere. Da dieser Nachweis bis heute nicht erbracht worden sei, hätte sich der Verkauf immer weiter nach hinten verschoben.
Auf Stellmanns Frage, wie gewährleistet würde, dass dem Investor für das Viertel die Zufahrtsrechte eingeräumt blieben, falls er selbst das Gelände nicht erwirbt, gab Kissel an, dass die Zufahrt in der Kriemhildenstraße über beide Grundstücke (ehemaliges Jugendamt und Caritas) im Grundbuch über die Eintragung einer Dienstbarkeit und als Baulast gesichert sei.
Durch den Leerstand seien im Jahr 2015 Kosten von 2.639 Euro und 2016 insgesamt von 1.379 Euro angefallen. Durch den Ausbau technischer Teile und das Entleeren des Heizungssystems sowie durch Einnahmen aus der Vermietung der Parkflächen wurde im Jahr 2017 dann ein Gewinn von 1702 Euro erwirtschaftet, entgegnete OB Kissel den Sorgen, dass der Leerstand des Gebäudes eine Wertminderung zur Folge habe.
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