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  • Do., 08. Dezember 2016, 16:42 Uhr
    Neuer Partnerschaftsbeauftragter für Tiberias in Israel

    Ehepaar Mattes übergibt Zepter an Patrick Mais

    OB Michael Kissel verabschiedete das Ehepaar Mattes und überreichte Patrick Mais eine Verpflichtungsurkunde.

    Noch während des Zweiten Weltkrieges geboren, sei ihnen der Holocaust näher gewesen als den jüngeren Generationen – mit ihrem Engagement hätten sie auch ein Stück weit Sühne leisten wollen, machte Dr. Josef Mattes bei seiner Verabschiedung als Partnerschaftsbeauftragter für Tiberias in Israel deutlich – ein Amt, das er neun Jahre lang gemeinsam mit Ehefrau Traudel ausübte.


    Die Städtepartnerschaft zwischen Worms und Tiberias am See Genezareth besteht seit dem Jahre 1986; erst kürzlich, am 3. November, feierte sie ihren 30. Geburtstag. Anfangs sei die Begeisterung darüber groß gewesen, blickte Oberbürgermeister Michael Kissel bei der kleinen Feierstunde anlässlich der Verabschiedung des Ehepaares Mattes auf die ersten Jahre zurück. Die weite Entfernung nach Tiberias, aber auch die steigenden Sicherheitsbestimmungen in Israel hätten einen intensiveren Austausch erschwert, so der Stadtchef.


    Im Jahre 2007 übernahm schließlich das Ehepaar Mattes die Aufgabe der Partnerschaftsbeauftragten. Beide brachten für das Amt die besten Voraussetzungen mit: Dr. Josef Mattes hatte in seiner Zeit als Schulleiter des Rudi-Stephan -Gymnasiums bereits Kontakte nach Israel knüpfen können, Traudel Mattes unterrichtete am Rudi-Stephan-Gymnasium viele Jahre biblisches Hebräisch. Und in der Tat, die Partnerschaft gewann durch das Engagement des Ehepaares an Leben. 2008 stand die erste Bürgerreise nach Tiberias an, alle zwei Jahre folgten weitere. Auch 2016 reiste nochmals eine Wormser Delegation nach Israel. 


    Kurze Zeit später untermauerten Traudel und Josef nochmals ihre bereits angedeutete Rücktrittsabsicht aus Altersgründen – und schlugen gleich einen Nachfolger vor. Patrick Mais, Betreiber der Wormser Kinowelt, wird die Aufgabe übernehmen. OB Kissel überreichte ihm eine entsprechende Verpflichtungsurkunde. Dass der katholische Theologe äußerst motiviert ist im Hinblick auf seine neue Aufgabe, zeigt sich bereits an vermeintlichen Kleinigkeiten. So meldete er sich etwa gleich für einen Iwrith-Sprachkurs an, um die Kommunikation in der Partnerstadt zu erleichtern. Darüber hinaus hat er bereits einige Pläne für die Zukunft in der Schublade liegen.


    „Da auch der neue Bürgermeister von Tiberias, Yosef Ben David, sehr aufgeschlossen ist, blicke ich hinsichtlich neuer Projekte zwischen Worms und Tiberias optimistisch in die Zukunft“, betonte der Wormser Oberbürgermeister. Und die nächste große Feierlichkeit wirft bereits ihre Schatten voraus: Tiberias feiert 2018 sein 2.000-jähriges Bestehen. Ein guter Grund für eine neue Bürgerreise nach Israel, so Mais.

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