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  • Mi., 30. April 2014, 09:58 Uhr
    Arbeitslosigkeit in Worms sinkt weiter / Quote liegt derzeit stabil bei 8,6 Prozent

    Eher gedämpfte Entwicklung am hiesigen Arbeitsmarkt

    Foto: Robert Lehr


    Im April sind die Arbeitslosenzahlen in Worms weiter leicht gesunken. Allerdings verzeichnete die Wormser Arbeitsagentur eine gegenüber Februar und März eher gedämpfte Entwicklung.

    Zwar schafften auch im April wieder zahlreiche Menschen den Sprung aus der Arbeitslosigkeit in eine neue Beschäftigung, auf der anderen Seite gab es aber auch erhebliche Belastungen durch Kündigungen und durch junge Menschen, die sich nach Beendigung von Schule oder Studium zunächst arbeitslos melden mussten. Bei den vom Jobcenter Worms betreuten Arbeitslosengeld-II-Empfängern kam es zu einem leichten Anstieg der Arbeitslosenzahlen.

    Arbeitslosigkeit über Vorjahresniveau 
    Die Arbeitslosigkeit lag hier auch im April über dem Vorjahresniveau, wobei der Bestand an Langzeitarbeitslosen weiter gestiegen ist. Am stärksten betroffen von Langzeitarbeitslosigkeit waren ältere Jobsuchende und Ausländer. „Grundsätzlich sehen wir auch in diesem Monat, dass der Arbeitsmarkt wieder runder läuft“, so Tatjana Erben, Leiterin der Wormser Arbeitsagentur.

    „Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist weiterhin auf einem guten Niveau, allerdings profitieren von den neuen Beschäftigungsmöglichkeiten zum größten Teil Jobsuchende, die erst seit kurzem ihre Arbeit verloren haben. Langzeitarbeitslose – das zeigen die Zahlen – haben meist das Nachsehen.“ Das Risiko länger arbeitslos zu bleiben, sei vor allem dann besonders hoch, wenn es an der beruflichen Qualifikation fehle. „Ein höheres Alter allein, ist meist nicht das Problem, da hat inzwischen ein Umdenken stattgefunden“, weiß Erben. „Wenn aber veraltete oder mangelnde Qualifikation hinzukommt, ist man meist chancenlos.“

    ‚Bildung kennt kein Alter‘
    Dass Ausbildung der Bewerber und Anforderungen der Stellenangebote nicht zusammenpassen, ist laut Erben ein immer drängender werdendes Problem, das auch ein Konjunkturaufschwung nicht lösen könne. „Wir müssen den Grundsatz ‚Bildung kennt kein Alter‘ noch mehr im Bewusstsein von Arbeitnehmern und Arbeitgebern verankern. Wer heute Mitte 50 ist, hat noch eine lange Phase des Erwerbslebens vor sich und sollte seinen berufsfachlichen Wissensstand aktuell halten.“ Die Agentur für Arbeit unterstütze deshalb Arbeitslose aber auch Beschäftigte beim Erwerb von anschlussfähigen Teilqualifikationen.

    Die Besetzung offener Stellen, so Erben, sei für viele Arbeitgeber wesentlich schwieriger geworden als noch vor ein paar Jahren, umso wichtiger sei es, die Angebote der Arbeitsagentur zu nutzen. So stünde mit der JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit ein leistungsfähiges Onlineportal mit ca. 3 Millionen Bewerberprofilen zur Verfügung.

    3.755 Männer und Frauen in Worms arbeitslos
    Im April waren in der Stadt Worms insgesamt  3.755 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Das waren 10 weniger als im März und etwa ebenso viele wie im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote blieb bei 8,6 Prozent stabil. Von den 3.755 Arbeitslosen wurden 1.008 von der Arbeitsagentur und 2.747 vom Jobcenter Worms betreut. Einem leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosengeld-I-Empfänger stand deine leichte Zunahme bei den Arbeitslosengeld-II Empfängern gegenüber. Insbesondere jüngere Arbeitskräfte unter 20 Jahren mussten sich im April arbeitslos melden. Ihre Quote stieg von 6,3 auf 6,9 Prozent.

    Die Nachfrage nach Arbeitskräften war etwas verhaltener als im Vormonat und im Vorjahr, lag aber weiterhin auf einem guten Niveau. Insgesamt meldeten die Arbeitgeber 168 Stellen. Das waren 60 weniger als im März und 54 weniger als im Vorjahr. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit zeigte sich im April auf allen regionalen Arbeitsmärkten Rheinhessens, fiel aber in den beiden Landkreisen Alzey-Worms und Mainz-Bingen deutlich stärker aus als in den Städten Mainz und Worms.

    Die Arbeitslosenquoten änderten sich lediglich im Landkreis Alzey-Worms – hier fiel die Quote von 4,6 auf 4,5 Prozent – und im Gesamtbezirk, wo sie von 5,7 auf 5,6 Prozent sank. In der Stadt Mainz und im Landkreis Mainz-Bingen blieben die Quoten stabil bei 6,5 bzw. 4,3 Prozent.

     

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