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  • Fr., 06. Januar 2017, 20:22 Uhr
    Neujahrsempfang der Stadt Worms mit Verleihung der Verdienstmedaille / Augenmaß und klare Strategie / Dank an Polizei und Rettungskräfte

    Ehrenamt ist der eigentliche Nibelungenschatz

    Im Rahmen des Neujahrsempfangs wurden (von links) Dieter Scriba, Adolf Beutel sowie Anna Maria und Alfons Henn durch Oberbürgermsister Michael Kissel mit der Verdienstmedaille der Stadt ausgezeichnet. Foto: Mirco Metzler/Die Knipser


    VON STEFFEN HEUMANN Oberbürgermeister Michael Kissel lobte im Rahmen des Neujahrsempfangs der Stadt Worms am Freitag im Wormser die persönlichen Initiativen der zahlreichen Akteure, die zum Wohl und der Entwicklung der Kommune beitragen. Sicherheit stehe an der Spitze der Erwartungshaltung, so der Stadtchef, der aber vor dem Schüren von Zukunftsängsten mahnt und auf eine scheinbare Lust am Protest verweist, um gepaart mit den Problemen im Bezug auf die Bewältigung der Flüchtlingskrise vor einer weiteren Verirrung durch Nicht-Demokraten warnt. Ein

    Kissel verwies anhand zahlreicher Leuchtturmprojekte mit kulturellem aber auch bildungspolitischem und integrativem Charakter auf die Lebensqualität in der Nibelungenstadt und die Ereignisse, die in den kommenden Jahren würdig gefeiert werden. Neben dem Reformationsjubiäum etwa auch der Rheinland-Pfalz-Tag 2018. Worms wachse, erläuterte Kissel. 87.000 Einwohner, soviel wie nie zuvor, die meisten Sozialversicherungerungspflichtigen seit Aufzeichnung und neben der baulichen und infrastrukturellen Entwicklung auch eine Steigerungen im Bereich Tourismus und bei den Kfz-Zulassungen.

    Augenmaß und klare Strategie

    Mit Augenmaß und klaren Strategien gelte es die Zukunft zu gestalten, erklärte Michael Kissel mit Blick auf ein enormes Entscheidungs- und Handlungspensum. Den Fokus richtete das Stadtoberhaupt dabei unter anderem auf die Neujustierung im Bereich Wirtschaftsförderung oder die Integration von Menschen anderer Herkunft. „Eine Aufgabe, die inzwischen von einem breitem Netzwerk an bürgerschaftlichem Engagement getragen wird”, merkte Kissel an.

    Es lohne sich mehr denn je, sich zu engagieren, betonte Kissel. Gerade aufgrund der Herausforderungen sei die eigene Motivation höher denn je sei, die Geschicke der Stadt zu leiten. „Zukunft zu gestalten, ist auch eine Chance”, fügte Michael Kissel an. Das Ehrenamt sei, trotz aller aktueller Diskussionen, der eigentliche Nibelungenschatz, unterstrich Kissel und erfülle eine wichtige Funktion.

    Im Anschluss nahm Oberbürgermeister Michael Kissel die Auszeichnung verdienter Bürger mit der Verdienstmedaille der Stadt vor.

    Adolf Beutel   
    geb. 1948 in Worms-Rheindürkheim
    wohnhaft in Worms-Rheindürkheim

    Für sein Jahrzehnte währendes, vielfältiges ehrenamtliches Engagement wird Herr Adolf Beutel heute mit der Verdienstmedaille der Stadt Worms ausgezeichnet.

    Dass er seit 14.08.1983 aktives Mitglied im Rheindürkheimer Ortsbeirat und seit der Dezembersitzung des Stadtrates im vergangenen Jahr nunmehr stellvertretender Ortsvorsteher von Rheindürkheim ist, zeigt, wie sehr ihm „sein“ Rheindürkheim am Herzen liegt.

    Bereits seit April 1962 aktives Mitglied in der Jugendgruppe des Kultur- und Verschönerungsvereins, übernahm er 1978 im Vorstand die Funktion des Beisitzers, war stellv. Schriftführer und übt seit 1984 die Funktion des Schatzmeisters im Kultur- und Verschönerungsverein aus. Seit 1984 investiert er alljährlich viel Freizeit in die Begleitung und Betreuung der jeweils amtierenden Rheinperlenmajestäten und „Kerweborsch“ bei ihrer Vielzahl an Repräsentationsbesuchen im näheren und weiteren Umkreis Rheindürkheims.

    Als maßgeblicher Mitorganisator des jährlich stattfindenden Rheinperlenfestes, der Kerwe, des Kerweumzugs und des Rheindürkheimer Weihnachtsmarktes ist Adolf Beutel das ganze Jahr über unermüdlich im Einsatz, organisiert Fahrzeuge, Blumenschmuck, Bonbons und vieles andere mehr.
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    Seit der Gründung der Gemeinschaft der Rheindürkheimer Vereine und Verbände e.V. im Jahr 2000 ist er deren Vorsitzender.

    Für seine vielfältigen Verdienste in Rheindürkheim wurde er bereits 1996 mit der Nachbildung des Historischen Rheindürkheimer Gerichtssiegels geehrt.

    Einer ganz besonderen Erwähnung gebührt das außerordentliche Engagement, das sowohl Adolf Beutel als auch der heute gleichwohl noch zu ehrende Dieter Scriba fünf Jahre lang bei der Renovierung und dem Umbau des „Hessischen Hofes“ als unermüdlich dienstbare „Geister“, als Schadensmelder und  „Facility-Manager“ geleistet haben. Die Abt. Hochbau des Bereich 6 - Planen und Bauen ist noch heute voll des Lobes, denn sowohl Herr Beutel als auch Herr Scriba  haben das Objekt „Hessicher Hof“ „gelebt“, haben - manchmal sogar mit Einbindung weiterer Familienmitglieder - die Arbeiten während der Bauphase, bei der Inbetriebnahme und bis heute noch permanent begleitet und unterstützt; ohne sie hätte dieses -insbesondere für den Ortsteil Rheindürkheim so bedeutende - Vorhaben so nicht durchgeführt werden können.

    Adolf Beutel ist einer Ehrung durch die Verdienstmedaille der Stadt Worms würdig.

    Anna Maria und Alfons Henn  
    geb. 1951 in Worms-Heppenheim und geb. 1950 in Worms
    wohnhaft in Worms-Rheindürkheim

    Für ihr Jahrzehnte währendes ehrenamtliches Engagement werden die Eheleute Anna Maria und Alfons Henn heute mit der Verdienstmedaille der Stadt Worms ausgezeichnet.

    Der im Alter von 38 Jahren erblindete Alfons Henn hat sich mehr als elf Jahre lang als Vorsitzender des Blindenvereins Worms für die Belange der Mitglieder engagiert, hat sie dabei unterstützt und motiviert, neue Perspektiven zu entwickeln und ein weitestgehend selbstbestimmtes Leben zu führen.

    Vom 1. April 2010 bis zum 30. April 2014 war Alfons Henn ehrenamtlicher Beauftragter der Stadt Worms für die Belange behinderter Menschen, war Ansprechpartner, Vermittler von Hilfsangeboten und Berater für blinde und sehbehinderte Menschen. Sei es die eingelassene Rinne in der KW oder am Busbahnhof, das Leitsystem auf dem Fußboden im Eingangsbereich des Rathauses oder die freundliche Frauenstimme in den Fahrstühlen des Klinikums, Alfons Henn hat angeregt und mitgewirkt, Menschen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu erleichtern.

    Auch im Arbeitskreis Fahrgastbeirat der Stadtverwaltung Worms ist Alfons Henn als Vertreter der Institution Blinden- und Sehbehindertenverein Worms aktiv, nutzt die Möglichkeit, die aktuelle Situation im Wormser Stadtbusverkehr mit Vertretern der Verkehrsunternehmen, dem VRN, zu erörtern, bei Problemen vereint nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen und ist Ansprechpartner für die Bevölkerung in Sachen Stadtbusverkehr.

    Ohne die tatkräftige Unterstützung von seiner Frau Anna Maria hätte Alfons Henn all dies nicht tun können, sie ist stets an seiner Seite, fährt ihn zu Terminen, erledigt notwendige Arbeiten zuhause am Computer und „sieht“ für ihn, obwohl auch sie mittlerweile gesundheitlich angeschlagen ist.
    Ohne die Mithilfe von Anna Maria Henn wären auch die an jedem 1ersten Freitag im Monat  stattfindenden Treffen im Café Domblick oder die jährlichen Weihnachtsfeiern des Blindenvereins nicht möglich, wo sogar die Mühen, eine Tombola zu organisieren, nicht gescheut werden.

    Für ihr Wirken im sozialen Bereich wurden Anna Maria Henn und Alfons Henn im Januar 2013 im Rahmen des Rheindürkheimer Neujahrsempfanges mit der Nachbildung des Rheindürkheimer Gerichtssiegels geehrt.

    Anna Maria und Alfons Henn sind einer Ehrung durch die Verdienstmedaille der Stadt Worms würdig.

    Dieter Scriba
    geb. 1940 in Worms-Rheindürkheim
    wohnhaft in Worms-Rheindürkheim

    Die Stadt Worms würdigt heute das langjährige, vielfältige ehrenamtliche Engagement des Herrn Dieter Scriba.

    Im März 1956, im Alter von 15 Jahren, wurde Dieter Scriba Mitglied bei der damals noch eigenständigen Feuerwehr Rheindürkheim. Gruppenführer 1979, Löschzugführer 1996, 1999 zum Feuerwehrobmann ernannt, 2001 aus dem aktiven Dienst ausgeschieden und zum Ehrenmitglied ernannt, kann Dieter Scriba auf 45 Jahre aktiver ehrenamtlicher Tätigkeit bei der Feuerwehr zurückblicken. Dabei lag ihm nicht nur die Gefahrenabwehr, sondern stets auch die Pflege der Kameradschaft am Herzen. Im März 2009 wurde er zum Beisitzer der Alters- und Ehrenabteilung der Feuerwehr Worms im Stadtfeuerwehrverband Worms gewählt und ist mittlerweile Vorsitzender der Alters- und Ehrenabteilung. Erst im März vergangenen Jahres erhielt er von den Bobstädter Feuerwehrkameraden eine Ehrung für die Förderung der langjährigen Freundschaft  zwischen den beiden Wehren beiderseits des Rheines.

    Dieter Scriba engagierte sich schon 1955 als Jugendlicher im Kultur- und Verschönerungsverein Rheindürkheim, war später mehrere Jahre stellv. Vorsitzender und führte von 1980 -1982 den Kultur- und Verschönerungsverein Rheindürkheim als erster Vorsitzender.

    Auch auf kommunalpolitischer Ebene war Dieter Scriba aktiv, von 1999 bis 2014 war er Mitglied im Rheindürkheimer Ortsbeirat.

    2001 wurde Dieter Scriba mit der Nachbildung des Historischen Rheindürkheimer Gerichtssiegel für seine Verdienste in Rheindürkheim  ausgezeichnet.

    Bei Rheindürkheim erinnern so genannte „Hungersteine“ nahe der Fahrrinne im Rhein an Zeiten schwerer Not; sie kommen nur bei sehr niedrigem Pegelstand zum Vorschein, was zuletzt 2011 der Fall war, als der Rheinpegel nur noch 22cm maß. Einer dieser Steine trägt die Inschrift „2009DS“ von Dieter Scriba.

    Vom Sommer 2014 bis zum Frühjahr 2016 betreute Dieter Scriba eine Gruppe albanischer Flüchtlinge und leitete sie an bei deren gemeinnütziger Arbeit. Anschließend kümmerte er sich bis zum Sommer 2016 um eine Gruppe syrischer Asylbewerber.

    Einer ganz besonderen Erwähnung gebührt das fünf Jahre währende außerordentliche Engagement, das sowohl Dieter Scriba, als auch der heute geehrte Adolf Beutel bei Renovierung und Umbau des „Hessischen Hofes“ als unermüdlich dienstbare „Geister“, als Schadensmelder und „Facility-Manager“ geleistet haben. Die Abt. Hochbau des Bereich 6 - Planen und Bauen ist noch heute voll des Lobes, denn sowohl Herr Beutel als auch Herr Scriba  haben das Objekt „Hessischer Hof“ „gelebt“, haben - manchmal sogar unter Einbindung weiterer Familienmitglieder - die Arbeiten während der Bauphase, bei der Inbetriebnahme und bis heute noch permanent begleitet und unterstützt; ohne den tatkräftigen Einsatz dieser beiden Männer hätte dieses - insbesondere für den Ortsteil Rheindürkheim so bedeutende- Vorhaben so nicht durchgeführt werden können.

    Ein weiteres interessantes Projekt in der jüngsten Vergangenheit wurde maßgeblich von Dieter Scriba angeschoben und begleitet: Bei einem heftigen Sturm im vergangenen Juli wurde die Linde an der Rheindürkheimer Rheinmauer - eines der Rheindürkheimer Wahrzeichen - beschädigt und musste gefällt werden. Für „sein“ Rheindürkheim initiierte Dieter Scriba eine Spendensammlung und organisierte den Kauf und das „Angießen“ der neuen Linde am 25. November 2016.

    Dieter Scriba  ist einer Ehrung durch die Verdienstmedaille der Stadt Worms würdig.

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