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  • Sa., 31. Dezember 2022, 12:00 Uhr
    MITTELHAHNTAL: Vorabstimmungen auf Ebene der Regionalplanung / Skepsis bei lokalen Umweltaktivisten

    Ein Areal, zwei Perspektiven

    Das geplante Gewerbegebiet Mittelhahntal umfasst 43 Hektar beziehungsweise umgerechnet rund 60 Fußballfeldern. Foto: Robert Lehr

     

    Von Florian Helfert › „Der Zuwachs an Industriegelände war unbedeutend“, so Fritz Reuter als damaliger Leiter des Stadtarchivs über die Eingemeindungen der Jahre 1898 (Pfiffligheim, Hochheim sowie Neuhausen) und 1942 (Horchheim, Weinsheim, Leiselheim sowie Herrnsheim) in einer 1979 herausgegebenen, kleinen Publikation. Ihm zufolge kamen letztere Eingemeindungen inmitten des Zweiten Weltkrieges wohl zu spät, „da sie die Aufbereitung neuen Industriegeländes nicht zuließen“. Für die Entwicklungsschwierigkeiten der Stadt liege hierin eine wichtige Ursache.

    Um den Wirtschaftsstandort Worms zu stärken, braucht es auch heute aus Sicht des amtierenden Oberbürgermeisters Adolf Kessel immer noch dringend mehr Gewerbeflächen für ansiedlungswillige Unternehmen. „Perspektiven wollen wir im geplanten neuen Gewerbegebiet ‚Mittelhahntal‘ bieten und dabei Synergien mit dem ‚Digital Hub Worms‘ erzielen“, so Kessel in der letzten Stadtratssitzung des Jahres 2022.

    Laut den Angaben des Stadtoberhauptes haben auf Ebene der Regionalplanung mit der Metropolregion Rhein-Neckar sowie der Planungsgemeinschaft Rheinhessen-Nahe bereits Vorabstimmungen stattgefunden. Gemäß Aufstellungsbeschluss für die Flächennutzungsplanänderung umfasst das Gebiet eine Fläche von 43 Hektar. Dies entspricht umgerechnet rund 60 Fußballfeldern.

    Gegenteilige Sicht

    In Anbetracht des Klimawandels sowie dessen Folgen fällen Umweltschützer allerdings ein gegenteiliges Urteil. „Man kann nicht neue Hitzeinseln schaffen und gleichzeitig die Kaltluftzufuhr erhalten“, findet unter anderem Michael Leukam, Vorsitzender der BUND-Kreisgruppe in Worms.

    Eine laut „Wormser for Future“ Mitte Dezember öffentlich präsentierte Karte habe veranschaulicht, wie betroffen gerade Gebiete der südlichen Innenstadt künftig sein würden. Zum Mittelhahntal liegen diese liegen weniger als ein Kilometer entfernt. Dass die Stadtverwaltung dort ein Gewerbegebiet prüfe, konterkariere den gefeierten Hitzeaktionsplan, so die Sicht der Initiative.

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