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  • So., 21. Januar 2018, 17:02 Uhr
    Auch aus dem Nibelungenland waren Delegierte auf dem SPD-Sonderparteitag, der sich heute für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der CDU/CSU aussprach

    Ein „besonderer Parteitag“ mit knappem Ergebnis

    Jens Guth und Timo Horst auf dem Parteitag in Bonn (von links).


    VON ROBERT LEHR Aus dem Nibelungenland waren auch mit dem Wormser SPD-Chef und Landtagsabgeordneten Jens Guth, dem SPD-Fraktionsvorsitzenden im Wormser Stadtrat, Timo Horst und der Landtagsabgeordneten Kathrin Anklam-Trapp drei Delegierte aus Worms bzw. dem Kreis Alzey-Worms heute auf dem Sonderparteitag der SPD in Bonn, bei dem es um ein Votum für Koalitionsverhandlungen mit der CDU/CSU zur Wiederaufnahme einer Großen Koalition im Bundestag ging.

    Unmittelbar nach der Abstimmung für Verhandlungen ließ Jens Guth den NK wissen, dass es „ein SPD-Bundesparteitag der besonderen Art“ war, denn in der gleichen Delegation, oftmals am gleichen Tisch, habe die Hälfte für den einen Redner, die andere Hälfte für den Anderen geklatscht. Die Delegierten sprachen sich mit knapper Mehrheit für Koalitionsverhandlungen mit CDU/CSU aus. Die Debatte habe aber gezeigt, dass Viele ein „weiter so“ nicht wollten und mit dem Sondierungsergebnis nicht zufrieden seien – dazu zählten sich auch Jens Guth und Timo Horst.

    „Und das ist auch gut so, denn nun ist den GroKo-Verhandlern klar, dass die SPD-Mitglieder bei der Abstimmung über den Koalitionsvertrag Verbesserungen erwarten“. Aber wenn es gelänge, „beispielsweise die sachgrundlosen Befristungen – gerade für Berufseinsteiger – abzuschaffen oder ein Ende der 2-Klassen-Medizin einzuleiten, dann sehe ich doch noch eine Chance zur Regierungsbeteiligung“, so sein Fazit.

    Der SPD-Vorsitzende Martin Schulz warb vehement für eine „GroKo“.


    Auch für Kathrin Anklam-Trapp sei es ein „spannender Parteitag gewesen“, denn die SPD habe ihre Zukunft diskutiert. „Der Auftrag ist, wenn auch knapp mit 362 Ja zu 279 Nein Stimmen erteilt: Viele sozialdemokratischen Punkte in den Koalitionsvertrag hinein zu verhandeln“, so die Landtagsabgeordnete. „Nur wenn dies gelingt, davon bin ich überzeugt werden auch unsere Mitglieder zustimmen“, zeigt Ankam-Trapp sich sicher, die sich schon im Vorfeld für Koalitionsverhandlungen ausgesprochen hatte.

    Der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert, der sich leidenschaftlich gegen ein Wiederaufleben der GroKo ausgesprochen hatte.


     

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