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  • Fr., 20. Februar 2015, 15:17 Uhr
    Bilanzpressekonferenz der Volksbank Alzey-Worms eG für 2014 / Erfolgreiche Fusion mit der VR-Bank Mainz eG

    Ein ereignisreiches Geschäftsjahr

    Bernd Hühn, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Alzey-Worms, und der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Theo Stauder stellten heute die Bilanz des abgelaufenen Geschäftsjahres vor. Foto: Vera Konersmann

    Von Vera Konersmann. „Das abgelaufene Geschäftsjahr war – wie eigentlich jedes Jahr – arbeitsreich und  spannend“, begrüßte Bernd Hühn, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Alzey-Worms eG, die anwesenden Pressevertreter während der Konferenz zum Geschäftsjahr 2014.


    Als älteste Volksbank in Rheinhessen und der Pfalz sei man besonders stolz und fühle sich in der Heimat tief verwurzelt. „Wenn es unserer Region gut geht, geht es auch uns gut“, begründete  Hühn die Unterstützung und das Sponsoring vieler Vereine, gemeinnütziger Organisationen und kultureller Ereignisse im Geschäftsgebiet. „Beispielsweise hat alleine unsere Stiftung im letzten Jahr 60.000 Euro Förderungsmittel ausgeschüttet“.  „Renner“ seien erneut die Aktion „Fit & schlank mit Ihrer Bank“  und das Gewinnsparen gewesen, berichtete der Vorsitzende. Auch in Zukunft plane die VoBa Alzey-Worms keinen Rückzug aus dem Filialgeschäft, so wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr ein neues Bankgebäude in Kirchheimbolanden sowie eine neue Geschäftsstelle im Wormser Westend eingeweiht. „Eine wichtige Maßnahme war in 2014 die Einführung transparenter und fairer Kontoführungsmodelle für Privat- und Firmenkunden“.


    „In allen Geschäftsbereichen erfolgreich“
    Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die VoBa Alzey-Worms die Ertragslage auf vergleichsweise hohem Niveau stabil halten. Bernd Hühn erklärte, dass die Bilanzsumme im letzten Jahr um 3,6 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro gestiegen sei, was vor allem aus der regen Nachfrage nach Krediten resultiere.


    „Auch mit der Entwicklung der Kundeneinlagen, die sich um 77 Millionen auf etwa 2,4 Milliarden Euro erhöhten, sind wir zufrieden“. Viele  Kunden würden vor dem Hintergrund der immer noch vorhandenen Euro-Unsicherheit und des anhaltenden Niedrigzinsniveaus nach Alternativen zur herkömmlichen Geldanlage suchen. „Aktuell macht es keinen Sinn, Gelder auf Kontokorrentkonten einfach liegen zu lassen. Wir appellieren daher immer an unsere Kunden, sich ausführlich beraten zu lassen, denn es ist derzeit nicht sinnvoll, auf nur ein Pferd zu setzen“, erklärte Hühn.


    Auch der Zins- und Provisionsüberschuss erhöhte sich 2014 um zwei Millionen Euro (+2 Prozent) auf 104,2 Millionen insgesamt. Als Haupteinnahmequelle profitiere die Bank vom erfreulichen Wachstum im Kreditgeschäft.


    Die Erhöhung der Verwaltungsaufwendungen auf 62,9 Millionen Euro läge, laut Hühn, primär an den allgemeinen Kostensteigerungen, Fusionskosten sowie der Einführung der neuen Kontomodelle. Als größten Kostenfaktor nannte Hühn die Personalkosten, die jedoch mit 41,6 Millionen Euro nahezu konstant geblieben seien.


    Vom ausgewiesenen Bilanzgewinn von 8,8 Millionen Euro solle den Mitgliedern eine  Dividende von 2,4 Millionen Euro ausgeschüttet werden. „Zwar haben wir den Dividendensatz geringfügig auf fünf Prozent  reduziert, gleichwohl wollen wir mit einem Fusionsbonus von einem Prozent unseren Mitgliedern mit einem erhöhten, einmaligen Dividendensatz von sechs Prozent für ihr Vertrauen danken“.


    Trotz Fusion habe die VoBa ein äußerst erfolgreiches Geschäftsjahr hinter sich, bei dem das Wachstumsziel von Kundeneinlagen gut erreicht und das Betriebsergebnis vor Bewertung sogar besser als erwartet ausfiel. Gegenüber dem Vorjahr konnte es nochmals um 0,5 Millionen Euro auf rund 40 Millionen erhöht werden und beläuft sich auf 1,28 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme.


    „Zukunftsweisende und richtige Entscheidung“
    Nach der Präsentation des Zahlenwerks erläuterte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Theo Stauder die Gründe und Auswirkungen der Fusion mit der VR-Bank Mainz eG. „Diese Verschmelzung war ein wichtiger Meilenstein in unserer Geschichte“, so Stauder. Die damit verbundenen Ziele seien eine Verbesserung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit durch Bündelung der Kräfte. Auch sollen alle Arbeitsplätze dadurch erhalten bleiben. „Der Rückgang des Zinsergebnisses, der anhaltende Kostendruck und die Regulatorik erfordern größere Institute, um am Markt zu bestehen. Die Zukunftsfähigkeit des gemeinsamen Instituts ist vor allem durch seine sehr gute Eigenkapitalausstattung und Vermögenssituation gesichert“, legte der stellvertretende Vorsitzende die Entscheidungsgründe dar.


    Blick in die Zukunft
    „Leider kann man den Erfolg der zurückliegenden Jahre nicht konservieren“, bedauerte Bernd Hühn während seines kurzen Ausblicks der geschäftlichen Entwicklung. Besonders Banken und Sparkassen befänden sich im Würgegriff der Regulierer und des anhaltenden Niedrigzins-Niveaus an den Finanzmärkten. Auch stetig steigende Kapitalanforderungen könnten kontinuierlich schlechter werdende Betriebsergebnisse nach sich ziehen.


    „Das Kreditgewerbe steht vor einer großen Herausforderung. Sollte das niedrige Zinsniveau sich nicht verändern – davon müssen wir ausgehen – wird sich dies nachhaltig auf die Ertragslage der Kreditinstitute auswirken und es wird zu einer weiteren Fusionswelle kommen. Wir beugen diesbezüglich durch zinssichernde Maßnahmen vor. Zudem haben wir die für uns wichtige Fusion bereits vollzogen“, erörterte Hühn abschließend die Schritte der Volksbank Alzey-Worms zur Zukunftssicherung.

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