Spatenstich für Bau der KiTa Gibichstraße erfolgt / 105 Plätze mit sieben altersgemischten Gruppen / Kosten von 4,6 Millionen Euro
Ein Grundelement kommunaler Daseinsvorsorge
Der Spatenstich mit den Projektverantwortlichen und beteiligten Akteuren am Mittwochmittag war der symbolische Start für den Bau einer neuen Kindertagesstätte in der Gibichstraße in Worms. Foto: Steffen Heumann
VON STEFFEN HEUMANN Bis Sommer 2017 entsteht auf dem rund 2.000 Quadratmeter großen Areal in der Gibichstraße eine barrierefreie Kindertagesstätte mit zwei Vollgeschossen ohne Unterkellerung, die für 105 Plätze in sieben altersgemischten Gruppen konzipiert ist. Darunter 84 Ganztagsplätze und 21 Plätze mit verlängertem Vormittagsangebot zur Kinderbetreuung.
Defizit wird abgefedert Nach der erfolgreichen sozialverträglichen Entmietung der bisherigen 24 Wohnungen freut sich Jürgen Beck, Geschäftsführer der Wohnungsbau GmbH, dass mit Eröffnung der Einrichtung ein gewisses Defizit an Kitaplätzen im Angebot der Stadt aufgeholt werden kann. Zudem, so Beck, biete die Kindertagesstätte auch 20 Arbeitsplätze. In Februar 2016 soll, abhängig von der Witterung, Baubeginn sein, erklärte der Bauherr beim Spatenstich am Mittwochmittag. Die Projektsumme einschließlich aller Nebenkosten und Außenanlagen belaufe sich auf rund 4,6 Millionen Euro. Die städtischen Entsorgungsbetriebe hätten einen kleinen Flächenanteil abgetreten, um das im Rahmen des Programms 148 - Investitionskredit Kommunale und soziale Unternehmen geförderte Bauvorhaben durch die Architekten Jörg Deibert und Thomas Horn geplante Bauvorhaben zu realisieren.
Buntes Leben und Treiben Wenn die Kreditlinie nicht ausreiche, sei Kreativität gefragt, würdigte Oberbürgermeister Michael Kissel die Unterstützung der Wohnungsbautochter sowie des Landes in Höhe von 3,8 bzw. 581.000 Euro. Der Eigenanteil der Stadt als Träger belaufe sich auf 305.000 Euro. Künftig werden hier buntes Leben und Treiben in der Nachbarschaft Einzug halten, wertete Michael Kissel das Projekt als Grundelement kommunaler Daseinsvororge. „Wohnortnahe frühkindliche Bildung ist wichtig für die Zukunftsfähigkeit der Stadt”, ergänzte OB Kissel und kündigte bereits die Diskussion über ein weiteres Großprojekt an, um 250 weitere Plätze, insbesondere für Kinder unter 3 Jahren, zu schaffen. Auch hierbei werden wieder kreative Lösungen zur Umsetzung gefragt sein. Ähnliches gelte auch bei der Schaffung von sozial günstigem Wohnraum als weitere Aufgabe der Stadt.