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  • Fr., 03. Januar 2020, 10:41 Uhr
    ARBEITSMARKTBERICHT: Leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Jahresende auf 6,5 Prozent

    „Ein jahreszeitübliches Szenario"

    Zum Jahresende hat sich in Worms die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen erwartungsgemäß leicht erhöht. Durch das Auslaufen von befristeten Verträgen waren viele Menschen gezwungen, sich im Dezember bei der Arbeitsverwaltung zu melden. Die Arbeitslosenquote stieg auf 6,5 Prozent. „Grundsätzlich ist dies ein durchaus jahreszeitübliches Szenario", so Susanne Decker, Chefin der Wormser Arbeitsagentur. „Da wir jedoch gleichzeitig auch den Rückgang auf der Arbeitskräfte-Nachfrageseite erkennen, und die Zahl derer, die in Erwerbstätigkeit eingemündet sind, ebenfalls gesunken ist, sind dies leider Anzeichen, dass wir hier nicht die jahreszeitlich bedingte Ruhe auf dem Arbeitsmarkt verspüren, sondern der Beginn einer abflauenden Konjunktur mit ersten Auswirkungen auf den heimischen Markt zu erkennen ist“. Dazu passt, dass sich die Zahl der Anfragen von Betrieben nach einer Beratung zum Thema Kurzarbeit deutlich erhöht hat. Auch dies ein weiteres Signal im Sinne einer sich verschlechternden Auftragslage, so Decker.

    Weiterbildungsförderungen erweitern

    Auf hohem Niveau geblieben ist im Dezember dagegen die Zahl der Menschen, die sich in einer beruflichen Weiterbildung befinden bzw. befanden. „Das Qualifizierungschancengesetz, kurz QCG, hat uns Anfang 2019 die Chance eröffnet, den Zugang zu Weiterbildungsförderungen zu erweitern“, erläutert Decker. Sie appelliert eindringlich an die Unternehmen, sich rechtzeitig mit dem Strukturwandel durch die fortschreitende Digitalisierung auseinander zu setzen. Hier kann die Agentur für Arbeit nämlich auch bei der Qualifizierung von Beschäftigten finanzielle Hilfestellung geben und betroffene Betriebe beraten.

    Die Arbeitsmarktzahlen im Überblick

    Im Dezember waren in Worms bei der Dienststelle der Arbeitsagentur und dem Jobcenter insgesamt 4.264 Personen als unterbeschäftigt registriert. Das waren 59 mehr als im November und 195 oder 4,8 Prozent weniger als vor einem Jahr. 3.017 Männer und Frauen waren arbeitslos gemeldet, 66 mehr als im Vormonat und sogar 231 oder 8,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Unter den knapp 3000 Betroffenen befanden sich 1.678 Männer und 1.339 Frauen. Die Arbeitslosenquote betrug 6,5 Prozent. Vor einem Jahr hatte die Quote 6,1 Prozent betragen. Von den 3.017 Arbeitslosen im Dezember wurden 1.067 von der Arbeitsagentur und 1.950 vom Jobcenter betreut. Der aktuelle Anstieg der Arbeitslosigkeit betraf beide Rechtskreise. Mit 270 Stellen wurden im Dezember 21 Stellen weniger gemeldet als im Vormonat. Der aktuelle Anstieg der Arbeitslosigkeit zeigte sich auch auf den regionalen Arbeitsmärkten Rheinhessens mit Ausnahme der Stadt Mainz. Hier sank die Quote auf 5,0 Prozent; sie hatte im November 5,1 betragen. Im Landkreis Alzey-Worms stieg sie von 3,5 auf 3,6 Prozent; im Landkreis Mainz verblieb sie auf 3,3.

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