HORCHHEIM: Glockenweihe mit ökumenischer Liturgie und Premierengeläut auf dem Friedhof
„Ein lang gehegter Wunsch wurde Wirklichkeit“
Für die im Vorjahr gegossene Glocke wurde eigens ein separater Turm errichtet, da eine Glocke im Glockenturm nicht mehr eingebaut werden durfte. Foto: Nanette Schärf
„Ein seit der Gründung des Fördervereines alte Heilig Kreuz Kirche Horchheim 2002 lang gehegter Traum nach einer Glocke ist in Erfüllung gegangen“, freute sich Vereinsvorsitzende Inge Uhrig in ihrer Begrüßung zur Glockenweihe am 9. Februar.
Propst Tobias Schäfer, Administrator für den Pfarrraum Eisbachtal, und der frühere Pfarrer Herbert Iglhaut in Vertretung für Pfarrerin Franziska Endres hatten sich spontan und in Vorfreude bereit erklärt, den liturgischen Teil zu übernehmen.
In seiner Festansprache würdigte Herbert Iglhaut Glocken als Einladung zum Gottesdienst, zur Stille, zum Gebet. „Glocken erinnern uns an unsere Sterblichkeit“. Die neue Glocke sei etwas Besonderes: „Sie ist verziert mit Bildern, gemalt von Kindern der hiesigen vier Kindergärten. Paradiesisches Leben, die Rettung der Geschöpfe durch Noah und seine Arche und der Regenbogen. Eine Leiter ragt in den Himmel und zeigt, dass dieser offensteht – Hoffnung ist angesagt“.
Gemeinsames Geläut dreier Kirchen
Unter allen Bildern trägt die Glocke die Inschrift „Dona nobis pacem“ eingerahmt von der Jahreszahl 2023. „Die kleine Friedhofsglocke will uns öffnen dafür, dass diese Bitte Gestalt in uns und unserem Leben bekommt“, so Iglhaut weiter. Bewegend endete die ökumenische Feier mit dem gemeinsamen Geläut der Heilig-Kreuz-Kirche, der Gustav-Adolf-Kirche und der neuen Friedensglocke.
Dezernent Timo Horst dankte dem Förderverein, den Spendern und allen Beteiligten für das gelungene Projekt. Mit einer Präsentation der Glockenzier-Zeichnungen und einem kleinen Imbiss in und um die Friedhofkirche fand die Feier einen geselligen Abschluss.