Wormser Judoka landeten beim Isarpokal in München nicht im vorderen Teilnehmerfeld, Trainer zeigte sich dennoch zufrieden
Ein lehrreiches Wochenende
Marcel Bauer und Christoph Braun (von links) machten sich auf den weiten Weg nach München, um den 1. JC Worms beim Isarpokal zu vertreten.
Am Freitagnachmittag, dem 15. Juli, begab sich der Trainer des 1. Judoclub Worms, Norbert Barwig, mit seinen Schützlingen Marcel Bauer und Christoph Braun auf die knapp 400 Kilometer lange Reise nach München.
Dort fand der alljährliche Isarpokal, ein Bundessichtungsturnier der Altersklasse U20 des deutschen Judobundes, statt. Nach sechs langen Stunden Autofahrt und der Ankunft im Hotel, hieß es ausruhen für den Wettkampftag. Dieser startete am frühen Samstagmorgen.
Pünktlich um 7.30 Uhr ging es zum Wiegen. Beide Athleten starteten im Gewichtslimit bis 66 Kilogramm. Sowohl Marcel als auch Christoph bestritten vier Kämpfe gegen die deutsche Judospitze.
Nachdem die deutsche Nationalhymne erklang, starteten die Kämpfe. Marcel machte den Anfang. Nach zwei knappen Auftaktniederlagen gegen EYOF-Teilnehmer Vadim Shenk und dem ehemaligen deutschen Meister Maik Dittrich, konnte sich Marcel gegen seinen Gegner aus Sachsen in einem starken Kampf durchsetzen.
Den nächsten Kampf gegen Eric Schulz aus Brandenburg konnte er bis zum Ende offen gestalten, musste sich aber auf Grund einer kleinen Wertung geschlagen geben. Da Marcel sich in seinem Pool nur auf den dritten Platz platzieren konnte, schied er aus dem weiteren Turnierverlauf aus.
Christoph Braun startete mit einem Sieg gegen seinen Kontrahenten aus Frankfurt (Oder) ins Turnier. Routiniert konnte er seinem Gegner vier Strafen aufzwingen und den Kampf vorzeitig für sich entscheiden. Im nächsten Kampf musste er sich Lucas Gerlach aus Jena, späterer fünftplatzierter, nach einer kleinen Unachtsamkeit beugen.
Nach dieser Niederlage konnte Christoph erneut gewinnen. Nach dreiminütigem Kampf konnte er seinen Gegner Michael Sterzer aus München mit seiner Spezialtechnik, dem Seoi-Nage mit vollem Punkt auf die Matte bugsieren.
Im letzten Poolkampf traf Christoph auf Tim Himmelsbach, ebenfalls späterer fünftplatzierter. Nach einer Unachtsamkeit verlor er diesen Kampf unglücklich. Auch Christoph konnte leider nicht weiter ins Turniergeschehen eingreifen, er wurde auf Grund eines fehlenden Unterbewertungspunktes Dritter in seinem Pool.
Obwohl sich beide Kämpfer nicht im vorderen Teilnehmerfeld platzieren konnten, zeigte sich der Trainer Norbert Barwig sehr zufrieden mit den gezeigten Leistungen. Am darauffolgenden Sonntag rief Bundestrainer Richard Trautmann noch zu einem zweieinhalbstündigen Training auf, welches beide Wormser Judokas nutzten.
Es wurden verschiedene Techniken, Griffvarianten und Kampfsituationen geübt und im späteren Verlauf in vielen Randoris (Übungskämpfe) angewandt. Auf das Training folgte die Heimreise. „Unterm Strich“ war es ein lehrreiches, erfolgreiches und schönes Wochenende für die Beteiligten und den gesamten Judo Club Worms.