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  • Fr., 30. Januar 2015, 13:42 Uhr
    CDU Worms und Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek gratulieren Friedrich Wirth / Fast 30 Jahre im Stadtrat aktiv / Träger der Freiherrr vom Stein Plakette

    „Ein Macher“ wird 90

    Friedrich Wirth (Mitte, vorn) freut sich im Beisein von Tochter und Sohn, Barbara und Hans Wirth, über Glückwünsche von Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek (2.v.rechts).

     „Ich kenne ihn als einen Macher, der sich nicht mit ideologischen Streitgesprächen aufhält, sondern weiß: in der Politik müssen Kompromisse gefunden werden“ – so charakterisierte Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek anerkennend den pragmatischen Politik-Stil von Friedrich Wirth, der am Donnerstag seinen 90sten Geburtstag im Seniorenpflegeheim Domicil in der Brauereistraße gefeiert hat. Neben Kosubek, der im Namen der Stadt gratulierte, gab es auch offizielle Glückwünsche von dem Landtagsabgeordneten und Vorsitzenden der CDU Worms, Adolf Kessel, sowie Segenswünsche von Pfarrer Fritz Delp.


    Wirth brachte sich 29 Jahre lang, bis 1989, aktiv für die CDU im Wormser Stadtrat ein, darunter etliche Jahre auch als Sprecher der Union im Bauausschuss. Hierfür wurde er auch mit der Freiherr-vom-Stein-Plakette ausgezeichnet, die das Land für herausragendes kommunalpolitisches Engagement vergibt.


    Kosubek, der selbst zehn Jahre lang mit Wirth in der Stadtratsfraktion zusammengearbeitet hat, sagte: „Für Wirth galt das Motto: es gibt keine CDU Brücke oder SPD Straße – um etwas voranzubringen, müssen Kompromisse gefunden werden“. Große Projekte für Worms hat Wirth mit ins Leben gerufen: Er war beispielsweise in führender Rolle dabei als die Stadt das BIZ und das Klinikum bauen ließ. Er gehörte aber auch mit zu den Initiatoren, die dafür gesorgt haben, dass Worms die Krankenhaustangente bekommt.


    Auch der Blick über den lokalen Tellerrand hinaus fehlte nicht: Wirth wusste, dass die Verständigung der Völker auch von der kommunalen Ebene mitgetragen werden muss. Er gehörte zur ersten Wormser Delegation, die nach dem Krieg in Israel Kontakte zu emigrierten Juden aufnahm – ein Grundstein, mit dem letztlich die Freundschaft zur heutigen Partnerstadt Tiberias aufgebaut wurde.


    Seit 65 Jahren ist Wirth verheiratet mit Ehefrau Wiltrud, mit der er drei Kinder hat, darunter Tochter Barbara, die in die Fußstapfen des Vaters getreten ist und längst selbst für die CDU im Stadtrat mitarbeitet. Sie merkte augenzwinkernd an, dass ihr das politische Engagement in der CDU für Worms gewissermaßen buchstäblich in die Wiege gelegt wurde: „Mein Vater hat genau in dem Jahr seine Arbeit im Stadtrat aufgenommen, in dem ich auf die Welt kam“.


    Beruflich führte Friedrich Wirth den gleichnamigen Elektro-Betrieb, den er von seinem Vater übernommen hatte. Beim Geburtstagsempfang konnten sich die Gäste davon überzeugen, dass ihm seine pragmatische, aufgeschlossene Art bis heute erhalten geblieben ist. Er folgte allen Gesprächen, streute auch selbst Beiträge ein, stieß mit den Gästen freundlich an und freute sich über die rege Anteilnahme aus dem Kreis seiner Familie und der Öffentlichkeit.




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