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  • Di., 12. Februar 2019, 23:44 Uhr
    Landratswahl am 26. Mai: SPD-Wunschkandidat Heiko Sippel ist im Kreis Alzey-Worms fest verwurzelt

    „Ein Moderator mit Haltung und Position“

    Von links: Leon Giegerich, SPD-Geschäftsstellenleiter des Unterbezirks, Steffen Heumann, Redaktionsleitung NK, und MdL Heiko Sippel, Kandidat für die Landratswahl im Kreis Alzey-Worms, beim Besuch im Nibelungen Kurier.


    VON STEFFEN HEUMANN | Seit 2009 ist Heiko Sippel für die SPD im Landtag. 2011 und 2016 errang er das Direktmandat im Wahlkreis Alzey und gilt jetzt als aussichtsreicher Bewerber um die Nachfolge von Landrat Ernst Walter Görisch, der vorzeitig in den Ruhestand wechselt. Der 54-jährige gebürtige Wormser mit Gimbsheimer Wurzeln bringt als Diplom-Verwaltungswirt (FH), Referent des damaligen Landrates Hansjochem Schrader, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises und Büroleiter der Kreisverwaltung, alles mit, was ein Landratskandidat in die Waagschale werfen kann.
    „Vor Ort sein und zuhören“, ist das Credo von Heiko Sippel, der beim Besuch im Nibelungen Kurier erläutert, was ihn neben seiner Qualifikation für das Amt auszeichnet. „Die Menschen haben Anspruch auf eine vernünftige Antwort“, unterstreicht Sippel. Ein persönlicher Umgang miteinander sei ihm enorm wichtig.
    Rund 300 Bürgeranfragen bearbeite er im Jahr. Der Bürger schätze die Unterstützung, auch wenn nicht immer der gewünschte Erfolg erzielt werden könne. „Aber, dafür gibt es Gründe und die bedürfen einer Erklärung“, dann fühle sich der Gegenüber auch ernst genommen.

    Kein „sektorales“ Denken

    Ernst ist es Heiko Sippel auch mit der Weiterentwicklung im Landkreis Alzey-Worms. „Nicht sektoral denken“, weiß Heiko Sippel um die Priorität, Synergien zu nutzen und Kooperationen, dort, „wo es einen Sinn ergibt“, zu schmieden. Hier versteht sich der Landratskandidat als „ein Moderator mit Haltung und Position“ zu unterschiedlichen Themen. Das Aufgabenspektrum ist vielfältig, die Herausforderungen sind enorm, um den Landkreis für die Zukunft zu wappnen. Nicht nur bei den Themen Bildung, Betreuung und Familie gibt es Handlungsbedarf. So müssen im Landkreis rund 50 zusätzliche KiTa-Gruppen implementiert werden. Daraus resultieren auch 30 neue Stellen, wie Heiko Sippel betont. Des Weiteren interpretiere er „Politik als Partner für alle Generationen“. Netzwerke zu schaffen und zu optimieren, gelte vor allem für den Pflegebereich.

    Hier sei der Kreis, auch was stationäre Einrichtungen betreffe, gut aufgestellt, verweist Sippel etwa auf das Angebot der „Gemeindeschwester plus“. Bei der Kurzzeit- und Tagespflege müsse zudem der Fokus darauf gerichtet sein, auch Angehörige zu entlasten. Mit Blick auf das Ehrenamt sieht Sippel gesunde Strukturen gegeben, die es auf Landkreisebene weiterhin zu koordinieren gelte. Kompetente Ansprechpartner mit Spezialwissen seien eine große Hilfe bei der Beantragung von Genehmigungen oder der Teilhabe an Förderprogrammen. Parallelstrukturen gelte es auf allen Ebenen zu vermeiden, ebenso sei Konkurrenzdenken wenig zielführend, damit effizientes Arbeiten gewährleistet sei.

    Nur über eingeschränkte Kompetenzen verfüge der Landkreis in Fragen der Infrastruktur. Wo es möglich sei, müsse man aktiv werden und dürfe die Unterhaltung von Verkehrswegen nicht vernachlässigen, darunter etwa das Radwege-Konzept entlang von Kreisstraßen. „Weg von Papier“ sei eine Devise zur Steigerung der Verwaltungseffizienz. „Eine Verwaltung muss auch modern sein“, fügt Heiko Sippel an. Wie auch bei der Digitalisierung müssen man den Mitarbeitern die Ängste davor nehmen. Kompetenz in Sachen Digitalisierung könne auch die Wertschätzung für die Verwaltung erhöhen.

    Positiv gestalte sich der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) im Landkreis. „Die Busverbindung konnte erheblich verbessert werden“, berichtet Sippel von einer Erhöhung auf 1,8 Millionen Buskilometer statt bislang einer Million. Neben der Taktung habe auch die Anbindung in Richtung Osthofen und Westhofen profitiert, aber vor allem die in nördlicher Richtung des Landkreises. In fast allen VG-Gemeinden werden zudem Bürgerbusse als gemeinschaftliches Modell eingesetzt, ergänzt der Landratskandidat.

    Vieles sei in Bewegung, fügte Heiko Sippel an, dass auch beim Klimaschutz und der Mobilität Signale gesetzt wurden und es weiterhin zu setzen gilt. Die Identität mit dem Landkreis sei gewachse, stellt Sippel fest. Rheinhessen solle daher als Marke stärker propagiert werden. Sowohl bei kulturellen Veranstaltungen als auch in Sachen Tourismusförderung sei es erforderlich, die vorhandenen Angebote auszubauen und besser zu verknüpfen, sieht Sippel vielfältige Möglichkeiten, um die schöne rheinhessische Landschaft für Auswärtige wie Einheimische noch attraktiver zu machen.­

    Rechtspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion

    In der SPD-Landtagsfraktion übernimmt Sippel, verheiratet, Vater einer Tochter, die Funktion des rechtspolitischen Sprechers. Außerdem gehört er dem Ausschuss für Wirtschaft und Verkehr sowie der Enquete-Kommission Tourismus an. Darüber hinaus hat er den Vorsitz der Landesdatenschutzkommission inne. Aufgrund seiner langjährigen Mitarbeit im Kreistag Alzey-Worms, dem er seit 2009 als stellvertretender Vorsitzender und seit 2014 als Vorsitzender der SPD-Fraktion angehört, gilt Heiko Sippel über Partei­grenzen hinweg als ein Experte kreispolitischer Themengebiete. Sippel ist zudem Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Alzey und stellvertretender Vorsitzender der SPD Alzey-Worms. Bei der Landtagswahl 2011 und 2016 errang er das Direktmandat im Wahlkreis Alzey.

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