Sa., 10.10.2026
Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Di., 13. August 2019, 16:28 Uhr
    CDU und SPD berichten über aktuellen Zwischenstand der Koalitionsverhandlungen

    Ein „neues Worms" soll kommen

    Auch der Verschmutzung im öffentlichen Raum haben die Koalitionäre den Kampf angesagt. Foto: Ina Pohl


    VON FLORIAN HELFERT Nicht weniger als ein neues Worms verspricht der sogenannte Worms-Plan, welchen die Fraktionsmitglieder der Wormser Christ- sowie Sozialdemokratie in ihren Koalitionsverhandlungen verabredet haben. Voraussichtlich Ende August soll es soweit sein, ihn endgültig präsentieren und auch online veröffentlichen zu können.

    „Dank unseres Koalitionsworkshops sind wir uns allerdings menschlich so nahe gekommen“, berichtete CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Klaus Karlin am Montag in einer gemeinsamen Pressekonferenz, „dass wir bereits jetzt - ohne dass ein Koalitionsvertrag schriftlich fixiert worden ist -, zusammen über Themen sprechen können“. Ebenso wie CDU-Kreisvorsitzende Stephanie Lohr zeigte sich auch Jens Guth von den Plänen der angestrebten Koalition überzeugt: „Wenn wir alles umsetzen können, was wir uns vorstellen“, so Guth, „dann bekommt Worms ein neues Gesicht“.

    Bürgerservice soll besser werden

    Zum Auftakt der einzelnen Sachgebiete widmete sich Oberbürgermeister Adolf Kessel beispielsweise der Frage nach einem kundenfreundlicheren Bürgerservice: Oberste Priorität habe zunächst die organisatorische und räumliche Verbesserung des Bürgerservices und des Ordnungsdienstes. Als kurzfristige Maßnahme für ein angenehmeres Raum- und Betriebsklima werde der Einbau einer Klimaanlage geprüft. „Außerdem möchten wir Schritt für Schritt die Leistungen des Bürgerservices in alle Ortsverwaltungen bringen“, betonte Kessel.

    Mehr Sicherheit und Ordnung angestrebt

    „Unser kommunaler Vollzugsdienst muss stärker sicht- und erreichbar sein“, verdeutlichte das Stadtoberhaupt als ehemaliger Polizist den Wert eines rund um die Uhr aktiven Ordnungsdienstes. Benötigt würden 15 neue Stellen und damit auch größere Räumlichkeiten. Unterstützend beinhaltet der Worms-Plan die Idee der Videoüberwachung an neuralgischen Stellen wie zum Beispiel eventuell am Hauptbahnhof. Dies wirke für Täter abschreckend, erleichtere im Fall des Falles die Aufklärung und erhöhe die gefühlte Sicherheit. Außerdem sollen Bußgelder erhöht und das Asylrecht bei Abschiebungen umgesetzt werden.

    Stadtquartiere gestalten

    In Anbetracht des ehemaligen Bauhaus-Centers, des Salamander-Geländes oder etwa des Gebietes rund um den Weckerlingplatz sieht Jens Guth städtebaulich spannende Perspektiven für Worms. „Für den Bereich Weckerlingplatz als touristisches Zentrum ist ein Ideenwettbewerb vorgesehen“, blickt Guth optimistisch auf die Zukunft der Luther-, Nibelungen- und SchUM-Stadt Worms. „Bei neuen Geschossbauten bleiben wir außerdem bei einer Quote von 25 Prozent für sozialen Wohnungsbau“, sagte Guth im Hinblick auf den bekannten Mangel an bezahlbarem Wohnraum.

    Ergänzend sprechen sich die angehenden Koalitionäre für mehr Mitwirkungsrechte der Innenstadtbewohner bezüglich ihres Wohnumfeldes aus. Ortsvorsteher und Ortsbeiräte auch in der Innenstadt einzuführen, sei eine Option. Alternativ könne vorerst auch ein „Innenstadtsprecher“ oder „Quartiersmanager“ angedacht werden. „In allen Fällen sind jedoch noch rechtliche und finanzielle Fragen mit der Kommunalaufsicht zu klären“, bedauert Guth, dass diese Initiative als freiwillige Leistung wohl noch einige Zeit in Anspruch nehmen werde.

    Eine neue Kita und ein neuer Radweg pro Jahr

    „Wir möchten pro Jahr eine neue Kita und einen neuen Radweg“, übernahm SPD-Fraktionsvorsitzender danach das Wort. Während im Bereich Bildung auch noch ein Wirtschaftsgymnasium auf der gemeinsamen Agenda steht, soll im Bereich Mobilität zusätzlich ein Shuttle-Service an besonderen Einkaufstagen vom Festplatz zur Innenstadt angegangen werden. Ferner soll laut Dr. Klaus Karlin der Parkring nach der Fertigstellung der B 47 neu vollendet werden.

    Finanziell wird die Stadt aus Sicht der CDU-Kreisvorsitzenden Stephanie Lohr im Zuge ihrer chronischen Unterfinanzierung an Grenzen stoßen. Schlussendlich betonte sie allerdings stellvertretend für alle Beteiligten, positiv auf die Chancen und Perspektiven ihrer gemeinsamen Heimat zu schauen.

    Beitrag aus der Rubrik

    » Worms und Ortsteile
    Anzeige Reifen Mast KN10123Anzeige Platten NOLLAnzeige Online StellenmarktAnzeige VHS
    Anzeige TicketshopAnzeige das WormserAnzeige Cecil Cycle KN18256
    Anzeige AmtsblattAnzeige Tip SüdhessenAnzeige 3 Füller 1