Do., 27.08.2026
Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Mi., 24. Mai 2017, 07:44 Uhr
    Wormser sind aus verschiedensten Gründen vom Verkehrschaos auf Straße und Schiene betroffen

    Ein „Offenbarungseid der Verkehrspolitik“!

    Simone Gnädig, Florian Dieckmann und Joachim Kölling (von links) würden sich über mehr Rückenwind aus der Politik freuen – vor allem weil Worms durch bessere Anbindungen nur profitieren kann. Foto: Robert Lehr


    VON ROBERT LEHR | Joachim Kölling bringt es auf den Punkt: „Anfang des vorletzten Jahrhunderts war man schon innerhalb einer Stunde unter Dampf in Frankfurt“. Der Leiselheimer gehört auch heute zu den Betroffenen der Streichung des Zugpaares nach und von Frankfurt, das im Jahr 2014 eingestellt wurde.

    Wie zahlreiche andere Pendler ist Kölling vom Zug teilweise auf das Auto umgestiegen, um von Bürstadt aus die direkte Verbindung nach Darmstadt/Frankfurt zu nutzen. Das ist ihm aber angesichts der Verkehrssituation derzeit auch vergällt. Denn in Folge der Baustelle auf der Autobahnbrücke bei Sandhofen, nutzt der Verkehr – vor allem der Schwerverkehr – die Wormser Brücke. Noch vier Jahre soll die Baustelle dauern.

    Anderen Betroffenen, die sich von ihrer App fehlgeleitet fühlen, empfiklhlt Kölling den Routen-Planer von Google. Der aktualisiere sich ständig. – auch über Nutzer in direkter Nähe.

    Kollaps durch fehlende Anschlüsse
    Staus am frühen Morgen sind schon in Worms an den Anschlüssen zur Rheinbrücke an der Tagesordnung, wobei die Situation im Rosengarten zum schlussendlichen Kollaps führt. Hier fehlt ein mehrspuriger Anschluss. 

    Aber auch im Wehrzollhaus wird derzeit gearbeitet und der Verkehr entsprechend behindert.

    Doch jetzt kommt es ganz dick: Seit dem 19. Mai wird auch der Schienenverkehr nach Bürstadt durch Busse ersetzt, da infolge einer Entgleisung eines Güterzuges Reparaturarbeiten notwendig wurden. Waren die Arbeiten ursprünglich nur bis zum heutigen Mittwoch angesetzt, so sollen sie laut Aushang am Bahnhof jetzt bis zum 2. Juni andauern.

    Entsprechend schwierig ist es daher derzeit, für Schüler oder andere Pendler rechtzeitig zur Schule oder Arbeit zu kommen. Markus Kopetzky hat im Wormser Bahnhof auch am Wochenende erlebt, dass am Wochenende zudem keinerlei Durchsagen auf die Umstände hingewiesen hätten. 

    Pünktlichkeit als großes Problem
    Die Front der Betroffenen wird daher immer größer und artikuliert ihren Unmut. So ist Simone Gnädig gleich in zweierlei Hinsicht betroffen: Die Rektorin der Pfrimmtal-Realschule Plus hat Schüler aus Biblis, für die der Schulweg so zum großen Problem wird. Von der derzeitigen Verkehrssituation seien aber auch ihre Lehrkräfte  betroffen. So beklagt sie Verspätungen ihrer Lehrkräfte, die durch früheres losfahren meist nicht gelöst werden können. Davon sind Lehrkräfte aus dem Rosengarten genauso wie aus Mannheim und Viernheim betroffen. Der morgendliche Stress bei der Fahrt zur Arbeit dürfe nicht unterschätzt werden, so die Pädagogin.

    Für Joachim Kölling sei die aktuelle Gesamtsituation von und nach Worms ein „Offenbarungseid der Verkehrspolitik“ – auf der Schiene wie auf der Straße. 

    Einen anderen, ganz wichtigen Punkt, nennt Florian Dieckmann. Er lebt mit seiner Familie in der Wormser Bärengasse und arbeitet in Darmstadt. Er erinnert daran, dass Worms geographisch in bester Lage zu den Ballungsräumen Rhein-Main und Rhein-Neckar liege. 

    Hier zu arbeiten und in den umliegenden Großstädten zu arbeiten, würde durch die anhaltenden Probleme verschärft bis unmöglich gemacht. Worms könne seine Trümpfe in der aktuellen Situation nicht ausspielen.

    Von daher wünscht er sich mehr Unterstützung aus Politik und Wirtschaft. Gerade hier sei es unerlässlich, infrastrukturelle Voraussetzungen für eine unproblematische Anbindung zu schaffen.

    Simone Gnädig ergänzt, dass man auch schon bei verschiedenen Politikern wie den Bundestagsabgeordneten Marcus Held (SPD) und Jan Metzler (CDU) vorstellig geworden sei. Allerdings sei ihnen wenig Aussicht auf eine Veränderung gemacht worden. 

    Marcus Held hat Bahnchef Lutz schon in die Nibelungenstadt eingeladen, um sich vor Ort ein Bild zu machen.

    Der NK lädt alle Betroffenen ein, uns ihre Erfahrungen unter https://www.facebook.com/ nibelungenkurier/ oder www. nibelungen-kurier.de  Vor allem die Bahnfahrer sind eingeladen, unter https://www.facebook.com/groups/ zugfahrer.worms/ ihrem Unmut Luft zu machen und die Initiative zu unterstützen.

    Beitrag aus der Rubrik

    » Aus dem Nibelungenland
    Anzeige Reifen Mast KN10123Anzeige Platten NOLLAnzeige Online StellenmarktAnzeige VHS
    Anzeige Klinikum Worms - Tag der offenen TürAnzeige das WormserAnzeige Amtsblatt
    Anzeige Tip SüdhessenAnzeige Cecil Cycle KN18256Anzeige Ticketshop