Volkstrauertag in Horchheim: Kranzniederlegung durch die Horchheimer Vereine
Ein Symbol der Vergänglichkeit
Kranzniederlegung am Ehrenmal mit Pfarrer Ralf Volk (links) und Ortsvorsteher Volker Janson (rechts).
Mit dem lateinischen Ausspruch „Memento mori“ (Gedenke zu sterben) eröffnete Horchheims Ortsvorsteher Volker Janson die Gedenkfeier zum Volkstrauertag. Seit 1922 gedenkt man in Deutschland der Opfer von Krieg und Gewalt, und so spannte Janson in seiner Ansprache den Bogen von den mehr als 55 Millionen Menschen, die im 2. Weltkrieg ihr Leben gelassen hatten, hin zu den Opfern von Anschlägen und Kriegen in der heutigen Zeit und bezeichnete den Volkstrauertag auch als Tag der Mahnung und des Nichtsvergessens, insbesondere sollte man die Menschenwürde nicht vergessen.
Als Tag einer vermeidbaren Trauer charakterisierte Pfarrer Ralf Volk den Volkstrauertag. Er grenzte das selbstverschuldete Leid und die Trauer darüber ab von dem Leid und der Trauer von Unglücken. Mit einem Zitat aus Heinrich Bölls „Die Fähigkeit zu trauern“ mahnte er vor einem Rückfall in radikales Gedankengut.
Musikalisch umrahmt wurde die Gedenkstunde vom Männerchor der Chorgemeinschaft 2012 Worms-Horchheim, unter der Leitung von Thomas Kulzer, mit „Die Dämmerung fällt“ und „Herr bleib bei mir“, sowie zweier Orgelwerke von Thomas Kulzer. Im Anschluss an die Gedenkfeier legten die Vertreter der Ortsvereine am Ehrenmal des Friedhofs zwei Kränze nieder.