Fr., 28. März 2014, 17:33 Uhr
„Girls’ Day“ bei der Stadt Worms lässt junge Frauen „geschlechteruntypische“ Berufe hineinschnuppern
Ein Tag mit vielen neuen Eindrücken
Einen Tag lang in „geschlechteruntypische“ Berufe hineinschnuppern, diese Möglichkeit bietet der alljährliche bundesweite „Girls’ and Boys’ Day“, an dem sich auch die Stadt Worms seit vielen Jahren beteiligt.
Acht Mädchen und ein Junge waren diesmal zu Gast im Rathaus, bei der Feuerwehr sowie in der Kinder- und Jugendbücherei. Viele interessante Aufgaben warteten auf die Teilnehmer: In der Rathausdruckerei etwa durften Lisa Theiss und Samantha Dürr eigene Visitenkarten entwerfen und herstellen – inklusive Scribble, Datenaufbau und Druck.
Auch beim OB war diesmal ein Mädchen zu Gast. Sie durfte ihn einen Tag lang bei seiner Arbeit begleiten.
„Eine Statistik zeigt, dass sich 60 Prozent der Mädchen aus zehn Berufsbildern einen Ausbildungsplatz auswählen“, machte Oberbürgermeister Michael Kissel bei der Begrüßung der jungen Gäste deutlich. Dabei zeigten aktuelle Erkenntnisse, dass Mädchen meist klüger und fleißiger seien als Jungs.
Ratssaal in Augenschein genommen
Zuvor hatten die Jugendlichen mit dem OB den Ratssaal in Augenschein nehmen dürfen. Mit Lunchpakten aus dem Büro der Gleichstellungsbeauftragten Jasmine Olbort machten sich die Mädchen und ihr männlicher Mitstreiter schließlich auf in ihre Abteilungen.
Einen ganz besonderen Arbeitsplatz hatten sich Lisa-Marie Kruse und Frida Köhler ausgesucht: Sie schnupperten einen Tag lang beim städtischen Friedhofsbetrieb hinein. Dabei lernten sie unter anderem die Arbeit eines Totengräbers kennen, erfuhren, wie eine Trauerfeier vorbereitet wird und schauten bei der Grünflächenunterhaltung des rund 40 Hektar großen Friedhofsgeländes über die Schulter. Zudem machten sie Erfahrung mit der Arbeit mit behinderten Menschen.
„Ich freue mich, dass wir auf diese Weise jungen Menschen die Möglichkeit geben können, Berufe kennenzulernen, mit denen sie ansonsten vielleicht nie in Kontakt gekommen wären und auch ein Stück weit helfen können bei der beruflichen Orientierung“, begrüßt der Oberbürgermeister die Teilnahme der Stadt am „Girls’ Day“.