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  • Fr., 12. November 2021, 07:38 Uhr
    WORMS: Klaus Bachmann für jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement geehrt

    "Ein Teil meines Lebens, der mir fehlen wird"

    Klaus Bachman wurde von Schulleiterin Rita Lodwig (rechts) und den Kollegen des SEB mit sehr persönlichen Geschenken verabschiedet. FOTO: SEB Elo


    VON VERA BEIERSDÖRFER Ehrenamtliches Engagement ist nicht selbstverständlich – ein ehrenamtliches Engagement über zwei Jahrzehnte hinweg sogar außergewöhnlich! Klaus Bachmann wurde im Herbst von Landes- und Regionalelternsprecher Rainer Schladweiler aus Temmels und der Schulleitung des Wormser Eleonoren Gymnasiums für seinen unentgeltlichen Einsatz im Schulwesen geehrt.

    Der Vater von vier Kindern hat diese durch ihre gesamte Schulzeit begleitet: Nicht nur als Papa, der mit Rat und Tat vor der gefürchteten Mathearbeit zur Seite stand oder bei den Hausaufgaben unterstützte, sondern sich zudem im Elternbeirat der Staudinger-Grundschule (2002 bis 2013) und am Eleonoren Gymnasium (2007 bis 2021) aktiv eingebracht hat.
    „Eine tolle Gemeinschaft zu erfahren, neue Menschen kennen zu lernen und vielleicht sogar Freundschaften zu schließen, waren sicherlich auch Gründe, mich ehrenamtlich zu engagieren“, erläutert der Familienvater im Gespräch mit dem NK.

    Zudem habe er sich aus Wertschätzung für die Lehrkräfte sowie die jeweiligen Schulleitungen gerne eingebracht. „Als Jugendlicher habe ich von der ehrenamtlichen Arbeit anderer profitiert. Das hat mich geprägt und meinen Wunsch gestärkt, selbst einmal der Gesellschaft etwas zurückzugeben“.

    Tolle Mitstreiter
    Im Laufe der Jahre hatte er viele Wegbegleiter im Schulelternbeirat (SEB): „Ich habe dabei tolle Mitstreiter kennengelernt und mich nie allein gefühlt“, betont Klaus Bachmann.
    Die Fluktuation im Gremium sieht er als Chance, um Innovationen hervorzubringen, denn um nicht nur nach „Schema F“ zu verfahren, brauche es „frisches Blut“. Allerdings seien die Beiratskollegen immer dankbar gewesen, einen „erfahrenen Hasen“ mit im Team zu haben, um nicht bei allen Planungen, z.B. für Schulfeiern, wieder bei Null anfangen zu müssen. „Es hat natürlich auch Vorteile, aus einem gewissen Erfahrungsschatz zu schöpfen“, resümiert der Ehrenamtler.
    Seit seine Tochter Lena die Grundschule besuchte bis hin zum Ende der Schulzeit seines jüngsten Sohnes David auf dem „Elo“ hat Klaus Bachmann zahlreiche Aktionen begleitet. „Was ich in der Zeit als SEB-Mitglied leider nicht erleben durfte, ist, dass das Dauerthema „Sporthalle für das Elo“ zu einem vernünftigen Abschluss gelangte“.

    Ebenfalls erinnert er sich daran, dass es ein zähes Ringen gewesen sei, um eine adäquate Lösung für das für viele Schulen problematische „Toiletten“-Thema zu finden. „Bevor ich mich im SEB eingebracht habe, habe ich nicht gewusst, wie viel Zeit auch der Rektor einer Schule investieren muss, um gegen die Mühlen der Bürokratie anzukämpfen“, dies seien Einblicke, die andere Eltern nicht hätten. Als Beispiele, die zur Geduldsprobe der Schulleitung in Verhandlung mit dem Schulträger wurden, nannte er u.a. die neuen Feuerschutztüren sowie die Farbgestaltung des Treppenhauses im altehrwürdigen Gebäude des Gymnasiums.

    An einem Strang gezogen
    Die 22 Mitglieder des Elo-Beirates hätten ab und an kontrovers über die Notengebung einzelner Lehrer diskutiert, ansonsten habe man aber immer gemeinsam an einem Strang gezogen. Großen Spaß hat es gemacht, das „Grill & Chill“ sowie das „Klang & Glüh“ aus der Taufe zu heben. „Ich bedaure sehr, dass das letzte „Grill & Chill, das ich hätte mit organisieren können, coronabedingt abgesagt werden musste“, so Bachmann.
    Während seines 20-jährigen Engagements war er in der Arbeitsgemeinschaft zur „Berufsbildung“, die einen Eltern-Informationsabend in Kooperation mit dem Arbeitsamt sowie einzelner namhafter Firmen ausrichtet, und der AG „Schulranzen“, die Möglichkeiten aufzeigt, wie die Schultasche leichter werden kann, tätig.

    Auch war Klaus Bachmann dabei, ein neues Wegweisersystem im Schulhaus einzuführen und bemühte sich mit der AG „SoKO - Sozialkompetenz“, Eltern an Vortragsabenden über den richtigen Umgang ihrer Kinder mit dem Internet und den sozialen Medien oder auch über das stets wiederkehrende Thema „Mobbing“, aufzuklären.

    Schwindende Bereitschaft
    Es sei merklich, dass die Elternschaft immer seltener bereit sei, sich aktiv an Schulaktionen zu beteiligen. Umso wichtiger sei es, dass der SEB als Gremium, wo Informationen zusammenlaufen, Veranstaltungen geplant und Probleme angesprochen werden können, weiterhin von tatkräftigen Mitgliedern fortgeführt werde, appelliert der Ehemalige an Eltern, sich für die Schulen und somit auch für die eigenen Kinder einzusetzen.

    „Abschließend möchte ich mich bei der Rektorin Rita Lodwig bedanken, die die Anliegen des SEB immer ernst genommen hat. Mein Dank gilt ebenfalls meinen Beirats-Kollegen für die sehr persönliche und emotionale Verabschiedung. Die Zeit als Beiratsmitglied ist ein Teil meines Lebens, der mir sehr fehlen wird“, erläutert Klaus Bachmann und ergänzt, dass er dem Elo zumindest als Mitglied des Fördervereins auch weiterhin verbunden bleibt.

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