
Die TG Worms rutscht in der Oberliga weiter in Richtung Abstiegskampf. Gegen den bislang sieglosen Tabellenletzten VfL Bad Kreuznach setzte es am Wochenende eine bittere 2:3-Heimniederlage, trotz eins über weiten Streckens spielerisch überlegenen Leistung.
Schon vor dem Anpfiff waren die Vorzeichen ungünstig. Neben der ohnehin angespannten Personalsituation musste die TGW kurzfristig auch auf die Routiniers Johannes Steuer und Christian Decker (beide verletzt), sowie Aki Dagas verzichten. Dennoch starteten die Wormser engagiert in die Partie und dominierten in der ersten Halbzeit das Spielgeschehen.
Was jedoch erneut fehlte, war die Durchschlagskraft im gegnerischen Schusskreis. Trotz ansehnlichem Aufbauspiel blieb die TGW vor dem Tor erschreckend harmlos. Ein Problem, das sich wie ein roter Faden durch die Saison zieht.
Der VfL Bad Kreuznach zeigte sich derweil effizient. Mit einer klaren taktischen Ausrichtung, lange Schlenzbälle und Konter, nutzten die Gäste ihre erste Möglichkeit zur Führung: Eine kurze Ecke brachte das 0:1. Nur wenige Minuten später erhöhte Bad Kreuznach nach einem weiteren Konter gar auf 0:2. Die TG Worms hatte in dieser Phase mehrere Strafecken, ließ jedoch wie so oft in dieser Saison die Kaltschnäuzigkeit vermissen.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich die Heimmannschaft verbessert. Simon Perl verkürzte nach schönem Angriff auf 1:2. Für den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 2:2 sorgte Tim Bachmann, der sonst im Tor steht, diesmal aber als Stürmer eingesetzt wurde.
Das Spiel wurde zunehmend hitziger. Gelbe Karten auf beiden Seiten sorgten für Unterbrechungen. Sebastian Frenzel musste nach Meckern sogar zehn Minuten pausieren. Trotz Unterzahl sah es so aus, als könne die TGW das Spiel noch drehen. Doch dann der erneute Rückschlag: Ein weiter Ball der Gäste führte zu einem Siebenmeter, den der VfL eiskalt zum 2:3-Endstand verwandelte, gerade einmal zweieinhalb Minuten vor Schluss.
Durch die Niederlage schrumpft der Vorsprung der Wormser auf Bad Kreuznach auf vier Punkte. Brisant: Die TG Worms muss noch zum direkten Duell nach Kreuznach reisen und hat insgesamt nur noch drei Partien, um sich aus dem Tabellenkeller zu befreien. Der Trend zeigt nach unten und der Druck wächst.