
Von Rudolf Uhrig › Wenn man 99.500 Euro „geschenkt“ bekommt, dann kann man auch schon mal etwas länger auf den Spender warten. So geschehen am Freitagnachmittag als Daniela Schmitt, Ministerin für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Landes Rheinland-Pfalz, eine Viertelstunde später in der Klosterstraße 16 einfuhr. Eine Adresse, die der Ministerin bereits bekannt ist, denn am 1. September 2022 war sie ebenfalls anwesend, als der Digital Hub e.V. hier sein Domizil bezog. Und jetzt hatte sie einen Förderbescheid mitgebracht.
„Der Digital Hub Worms sollte ein wichtiger Treffpunkt für Digitalisierung und Innovation in Worms werden – und das ist gelungen“, so Schmitt im Beisein des Vorstandes, einiger Gründungsmitglieder und jungen Start-up-Gründern.
„Die Arbeitsplätze und Büroflächen für Start-ups, die Co-Working-Spaces und Veranstaltungsflächen werden gut angenommen. Der digitale Wandel lebt nicht nur von der Transformation bestehender Unternehmen. Gerade neue, disruptive Geschäftsmodelle und der intensive Technologietransfer von der Wissenschaft in die Wirtschaft prägen die digitale Welt“, so Schmitt. Sie komme gerade aus Berlin wo einige Stunden zuvor das „Wachstumschancengesetz" als Gesetzesvorlage verabschiedet wurde, erklärte die Ministerin. „Ich bin darüber sehr glücklich, denn es entlastet gerade junge Unternehmen von Bürokratie.“
„Auszeichnung für die Arbeit vor Ort“
„Der Netzwerkcharakter, der den Hub auszeichnet, bietet viele Chancen für Kooperationen zwischen etablierten Unternehmen und Existenzgründern. Mit der Förderung will man diese positive Entwicklung weiter begleiten. Der Digital Hub Worms e.V. hat sich mittlerweile zu einem `Best Practice Beispiel` entwickelt. Unser Haus wird oft gefragt: ‚Wie haben die das in Worms gemacht?‘“, so Schmitt. „Das ist eine Auszeichnung für die Arbeit hier vor Ort und wir stellen gerne den Kontakt her.“
Bürgermeisterin Stephanie Lohr dankte der Ministerin, denn die Förderung sei eine existenzielle Hilfe. Lohr verwies auf die stets gute und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Ministerium auch und gerade über die Diversität der Fraktionen im Stadtrat hinweg, deren Stärke es auch sei, unterschiedliche Professionen und Erfahrungsstände zusammenzubringen.
Lohr hob besonders die Start ups „mit jungem Mut und frischem Blut“ hervor. Aber sie verriet auch, was ihr „heimlicher Traum“ ist: Nämlich, dass sich ein Unternehmen wie Eli Lilly and Company in Worms ansiedeln möge.
Zeit für junge Unternehmer
Schmitt nahm sich dann noch viel Zeit, den jungen Unternehmern aus den Start -ps zuzuhören, die von ihren Gründungen berichteten, ob nun „aiddevs“, „Lindwurm“ „Work in Worms“ und Julian Schutzeck sowie Jennifer Nguyen, zwei Bachelor und Master-Absolventen der Hochschule, die als jüngstes Start up-Mitglied mit ihrer Mathe-App „Serigami“ an den Start gehen werden.
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