
Der rheinland-pfälzische Umweltstaatssekretär Dr. Thomas Griese (Bündnis90/Die Grünen) besuchte auf Einladung des Alsheimer Beigeordneten Dr. Thomas Schröder (GLA) die Alsheimer Hohlwege. In Mettenheim, Alsheim und Guntersblum liegt Deutschlands größtes Hohlwege-Netz. In den Hohlwegen finden sich viele Pflanzen, Tiere und Insekten, die auf der Roten Liste stehen.
Bei dem einstündigen Rundgang durch die Krummsteig-Hohl und die Selzer-Hohl wurden Dr. Griese und Dr. Schröder begleitet von Maximilian Abstein (Bürgermeister der VG Eich und Ortsbürgermeister von Mettenheim; CDU), Claudia Bläsius-Wirth (Ortsbürgermeisterin von Guntersblum; CDU), David Profit (Alsheimer Gemeinderatsmitglied; GLA), Hans Günter Kissinger (Vorsitzender des Verkehrsvereins Alsheim), die Biotopbetreuer im Landkreis Alzey-Worms Winfrid Schepp und Dr. Corinna Lehr, Hans-Jürgen Dechent (Biotopbetreuer des Landkreis Mainz-Bingen), Wolfgang Reich (Vorsitzender des Naturschutzbeirats Alzey-Worms) und der Dipl.-Ing. Franz-Otto Brauner.
Dr. Schröder und die Biotopbetreuer informierten den Staatssekretär über das sensible Ökosystem der Hohlwege und die notwendige Pflege, die Bedeutung für die Landwirtschaft und den Tourismus. Dr. Corinna Lehr zeigte auf, dass die Hohlwege stärker von Bewuchs freigehalten werden müssten, damit Rote-Liste-Arten Überlebenschancen haben. Franz-Otto Brauner erläuterte die aktuelle Pflegemaßnahme in der Selzer Hohl.
Mehr Unterstützung durch das Land gefordert
Schröder, Abstein und Bläsius-Wirth warben für mehr Unterstützung durch das Land bei der Pflege der Hohlwege. Sie arbeiten bei diesem Thema mit den Biotopbetreuern intensiv in einem gemeinde- und landkreisübergreifenden Hohlwegearbeitskreis zusammen. Dr. Lehr informierte den Staatssekretär über die vom Land finanzierte Pflege der Dorschberger Hohl. Thema war auch, dass immer noch Bürger illegal Müll in den Hohlwegen entsorgen, was gesetzlich mit empfindlichen Bußgeldern geahndet werden kann.
Dr. Griese zeigte sich beindruckt von den Hohlwegen. Er will prüfen lassen, wie das Land die Pflege der Hohlwege stärker unterstützen kann. Dr. Griese: „Ich war gerne hier. Die Hohlwege sind ein wichtiges Ökosystem. Ich kann aber auch sagen: Ein Spaziergang hier tut der Seele gut. Ich werde mich dafür einsetzen, dass das Land die Pflege unterstützt. Es ist vorbildlich, dass drei Gemeinden zu ihrem Schutz zusammenarbeiten.“
Bei einem anschließenden kleinen Umtrunk in den Alsheimer Weinbergen lernte Dr. Griese Schülerinnen und Schüler des Rudi-Stephan-Gymnasiums kennen, die im Rahmen einer Projektwoche beim Ökoweingut Schütte aktiv waren.
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