
Von Vera Konersmann. Das Anliegen der Ökumenischen Hospizhilfe Worms ist es, Menschen im Sterben in Absprache mit den Hausärzten, der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung und anderen Institutionen würdevoll zu begleiten. Im Rahmen ihrer alljährlichen Weihnachtsfeier spendete die AWO Eich der caritativen Einrichtung daher 1.000 Euro. “Es war uns eine Herzensangelegenheit, die wertvolle Arbeit der ehrenamtlichen Hospizhelfer finanziell zu unterstützen. Das Thema Sterbebegleitung wird in Zeiten des demografischen Wandels und einer stets älter werdenden Bevölkerung immer wichtiger”, so Ingrid Winkler, 1. Vorsitzende der AWO Eich.
VG-Bürgermeister Gerhard Kiefer übergab der Hospizhilfe ebenfalls einen Scheck über 100 Euro. „Ich empfinde größte Bewunderung für alle Helfer, die Menschen auf ihrem letzten Weg begleiten. Das ist nicht nur irgendein Ehrenamt, sondern verdient unser aller größte Anerkennung“, so der VG-Chef.
„Unsere 47 Mitarbeiter haben bis zum Oktober 125 sterbende und schwerstkranke Menschen allen Alters, deren Angehörige und Nahestehenden in Worms und dem Umland beigestanden. Eine Begleitung kann sowohl zu Hause, als auch in Altenheimen und in den beiden Wormser Krankenhäusern stattfinden. Unsere Arbeit endet aber nicht mit dem Tod, wenn die Angehörigen dies wünschen, stehen wir ihnen auch während der Trauerarbeit zur Seite“, erklärte Jutta Fischer, Koordinatorin und Hospizfachkraft der Hospizhilfe Worms, den Anwesenden. Stellvertretend für ihre Kollegen bedankte sie sich bei allen fleißigen Händen, die mitgeholfen hatten, die Summe zusammenzubringen. Während des Eicher Martinimarktes und des Weihnachtsmarktes hatten die AWO-Mitglieder auch in diesem Jahr eifrig Reibekuchen gebacken und verkauft. “Schließlich haben wir die Summe dann auf 1.000 Euro aufgestockt”, so Winkler. Ein herzlicher Dank Fischers ging natürlich auch an die VG Eich für ihre finanzielle Unterstützung. Das Geld solle verwendet werden, um Palliativbetten in Altenheimen zu installieren, erklärte Jutta Fischer. Ein stationäres Hospiz in der Nibelungenstadt sei schließlich der größte Wunsch, den sie und ihre Kollegen für die Zukunft hätten.
Nach der Spendenübergabe schloss sich ein gemütlicher und besinnlicher Nachmittag in der proppenvollen “Altenstube” an. Ein besonderes musikalisches Bonbon bot ein Schweizer Alphornbläser. „Das war ein tolles Erlebnis, da die meisten hier das Instrument höchstens aus dem Fernsehen kennen”, freute sich Bernd Fatho über die gelungene Überraschung. Mit der Silbernen Ehrennadel für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Gerhard Kiefer und Günther Seifert ausgezeichnet. Für strahlende Kinderaugen sorgte der Besuch des Weihnachtsmanns, der mit vollbepacktem Sack und zahlreichen Leckereien nicht nur die jüngsten Gäste erfreute.
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