Kriminaldirektor Wolfgang Schneider wurde am Freitag nach 46 Dienstjahren in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet
Ein würdiger Schlusspunkt eines Berufslebens
Die Verabschiedung erfolgte am Freitag im Ratssaal der Stadt. Von links: OB Michael Kissel, Wolfgang und Ehefrau Elvira Schneider sowie Polizeipräsident Karl-Heinz Weber Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Der Leiter der Wormser Polizeidirektion, Kriminaldirektor Wolfgang Schneider, ist am Freitagmorgen im großen Ratssaal der Stadt Worms nach 46 Dienstjahren in den Ruhestand verabschiedet worden. Der Mainzer Polizeipräsident Karl-Heinz Weber hielt persönlich die festliche Ansprache. Er ließ dabei die Karriere Schneiders noch einmal mit den wichtigsten Stationen Revue passieren. So ist Wolfgang Schneider 1968 in den Polizeidienst eingetreten. Im Jahr 1970 tat er als junger Polizist erstmals Dienst in der Nibelungenstadt.
In den Jahren 1973 bis 74 folgte die Ausbildung zum Kriminalbeamten und anschließend die Verwendung in entsprechender Position in Worms. Von 1982 bis 1985 absolvierte er das Studium für den höheren Dienst. Es folgten Tätigkeiten im Landeskriminalamt in Mainz, als Leiter der Vollzugspolizei im Landkreis Worms-Alzey und schließlich war er ab 1997 Leiter der Kriminaldirektion in Mainz. Am 1. Mai 1999 ging dann sein Lebenstraum in Erfüllung und er wurde Leiter der Polizeidirektion Worms. Diesen Posten hatte er bis zu seiner Verabschiedung am Freitag inne.
Die Polizeidirektion Worms ist mit ihren rund 300 Mitarbeitern für rund 250.000 Menschen verantwortlich. Sie ist untergliedert in die Polizeiinspektionen Worms, Alzey und Kichheimbolanden sowie die Kriminalinspektion, die ebenfalls in Worms ansässig ist. Im Jahr werden von der Wormser Polizeidirektion rund 17.000 Straftaten mit einer Aufklärungsquote von 63 Prozent und 6.000 Verkehrsdelikten bearbeitet.
Polizeipräsident Karl-Heinz Weber würdigte Wolfgang Schneider als einen hervorragenden Beamten, der die Polizeidirektion Worms 15 Jahre lang mit viel Sachverstand, aber auch menschlichem Einfühlungsvermögen geführt habe. Große Herausforderungen seien dabei unter anderem die Rocker-Kriminalität, zahlreiche Großdemonstrationen, Ermittlungen im Türsteher-Milieu sowie der Einsatz bei Fußballspielen gewesen.
OB Kissel hob als Verdienste die Gründung des Vereins „Sicheres Worms” sowie die Einrichtung des Notfall-Telefons für Frauen hervor. Der Dank aller Bürger sei ihm für die Bekämpfung der Drogenkriminalität im Albert-Schulte-Park gewiss.
Wolfgang Schneider dankte in seiner Abschiedsrede allen Mitarbeitern für die vertrauenvolle Zusammenarbeit. Er sei gerne Polizeidirektor gewesen. Mit 63 Jahren freue er sich nun gemeinsam mit seiner Ehefrau Elvira auf die Aufgabe als Großeltern, die ab Herbst diesem Jahres auf sie warte.
Der Nachfolger von Wolfgang Schneider ist der Öffentlichkeit noch nicht bekannt. Er wird in den nächsten Tagen bekannt geben.