Wormser Briefmarkensammlerverein berichtete über Besonders und Kurioses der DDR-Post
Einblick in die Postgeschichte der DDR
Ernst Holzmann mit besonderen Briefmarken der DDR
Einen Einblick in die Postgeschichte der DDR gab Ernst Holzmann, Vorsitzender des Briefmarkensammlervereins Worms, in einem Vortrag. Dabei erfuhren die Besucher, dass es in der DDR vier verschiedene Währungsbezeichnungen gab (DM Ost, MdN, Mark und DM West). Außerdem berichtete Holzmann, dass es bei langlaufenden Briefmarkenserien, – wie der des Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht – in drei verschiedenen Währungen erschienen, die man nur an Hand der Bogenränder unterscheiden kann. Oder, dass das Zelten so beliebt war, dass volle Zeltplätze dafür sorgten, dass die Post dort jährlich rund 40 Postämter einrichtete, um den Urlaubern alle üblichen Postgeschäfte direkt vor Ort zu ermöglichen.
Lachen löste der Bericht über eine „Arbeitsbeschaffungsmaßnahme“ für Postler aus, denn so verkaufte die Post sogenannte Markenheftchen, die aber nicht maschinell bestückt wurden, sondern bei denen die Mitarbeiter die überzähligen Briefmarken von Hand einkleben mussten. Dass die DDR aber auch modern war, zeigten Beispiele ab dem Jahr 1966, bei denen mit Selbstbedienungspostämtern zum Frankieren und Abgeben experimentiert wurde – ähnlich dem, was heute oft auf Supermarktparkplätzen in Worms der Fall ist.
Am Ende waren sich die Besucher einig: Briefmarken der DDR kannte man, aber die Geschichten dahinter, zeigten das Besondere oder auch das Kuriose der DDR-Post.