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  • So., 02. November 2014, 20:54 Uhr
    In der Rotweingemeinde Gundersheim wurde jetzt ein durch generationsübergreifender, gemeinsamer Arbeit, entstandenes Insektenhotel eingeweiht

    Eine Bereicherung mehr…

    Eine Bereicherung mehr hat nunmehr die Rotweingemeinde Gundersheim aufzuweisen. Am zurückliegenden Wochenende kam ein weiteres Hotel zur Einweihung.

    Einheimische und Besucher werden das Objekt in der Ortslage allerdings vergeblich suchen. Der Grund: Es handelt sich um ein größeres Insektenhotel, das in der Weinlage Höllenbrand nun seinen Standort eingenommen hat.

    Ortsbürgermeister Erno Straus hatte die beteiligten Akteure bei strahlendem Herbstwetter zu einer kleinen Einweihungsfeier eingeladen. Im Vordergrund standen Schüler der Grundschule Gundersheim, die sich mit dem Bau und der Bestückung des Hotels in einer Projektwoche befassten.

    Gemeinsam mit Alexandra Damm als verantwortliche Elternvertreterin hatten die Kinder allerhand geeignetes Material gesammelt und tatkräftig gewerkelt. An mehreren Tagen wurde ein Lehm- Strohgemisch geknetet, eingebaut und mit Löcher versehen.

    In Holzscheiten wurden jede Menge Löcher mit verschiedenen Durchmessern gebohrt. Auch Ziegelsteine, Kieferzapfen, Bambusstäbe, Rohrmatten, Holunderzweige und Schneckengehäuse werden ein Quartier für nützliche Insekten bieten. Überwintern sollen in dem Insektenhotel vor allem Wildbienen, Wespen und Hummeln.

    Gebaut nach Bauanleitungen des NABU
    Unterschlupfmöglichkeiten werden aber auch für Ohrwürmer und Florfliegen angeboten. Gebaut wurde nach Bauanleitungen des NABU. Die Kosten für das Bauwerk übernahm die Ortsgemeinde. Der Ortsbürgermeister selbst hatte die Bauleitung übernommen. Seine Gemeindearbeiter waren für die Ausführung mit verantwortlich.

    Straus freute sich, dass sich die Grundschüler so intensiv und praxisnah mit der Erhaltung von Lebensräumen für die heimische Tierwelt befassten und begrüßte die neue Schulleiterin Henrike Rembold-Huppert ebenso wie den Vorsitzenden des örtlichen Bauern- und Winzervereins Adolf Dahlem. Dieser hob lobend hervor, dass das Werk in generationsübergreifender gemeinsamer Arbeit entstehen konnte. Es bereichere das Landschaftsbild im derzeitigen Flurbereinigungsgebiet „Höllenbrand“ und trage zum Naturschutz bei.

    Adolf Dahlem (ganz links) fand Lob und Dank für die gute Zusammenarbeit der Beteiligten, insbesondere auch für das Engagement der Gemeindearbeiter. Die jüngsten Akteure belohnte er für ihre gute Tat, mit kleinen Geschenken. Mit einem Umtrunk endete die Einweihungsfeier, an der auch die Eltern der Schüler teilnahmen.

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